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Folgewirkung
Schweizer Pharmakonzern Roche schließt Mega-Fusion für sich aus
Schwan geht davon aus, dass sich "zwei Gruppen von erfolgreichen Unternehmen herauskristallisieren: die Generika-Hersteller und die forschenden Pharmafirmen, die auf innovative Produkte fokussiert sind". Firmen, die nur marginale Innovationen bieten und nicht zu Niedrigkosten produzieren könnten, würden "Stück für Stück vom Markt verschwinden". Roche konzentriere sich daher in der Forschung auf Bereiche, "wo der medizinische Bedarf und die Chance auf wissenschaftliche Fortschritte hoch sind", so bei der Behandlung von Krebs.
Kritik an Großfusion
Großfusionen beurteilt der Roche-Chef äußerst kritisch: "Wir bei Roche halten nichts von Megamergers, bei denen Kosten- und Einspar-Effekte im Vordergrund stehen. Aus unserer Sicht gefährden sie sogar die Innovationskraft." Bei Übernahmen dieser Art richte sich der Fokus stark nach innen, so dass das Management vor allem mit sich selbst beschäftigt sei, aber nicht mit dem Markt und den Produkten.
Für die Biotechfirma Genentech, die Roche 2009 für 47 Milliarden Dollar vollständig übernommen hat, gelte dies allerdings nicht, da beide Unternehmen schon zuvor eng verzahnt gewesen seien, sagte Schwan. "Allein der Gewinnanteil der ehemaligen Minderheitsaktionäre, der jetzt vollständig an Roche geht, und die Synergien übersteigen die Finanzierungskosten der Transaktion. Die Investition rechnet sich also von Anfang an." Als weltweit größtes Biotech-Unternehmen und führender Diagnostik-Anbieter verfüge Roche über eine einzigartige Breite und Tiefe in der Molekular-Biologie. Damit habe das Unternehmen "die beste Ausgangslage für die personalisierte Medizin".
dpa
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