Der Zuschuss von 150 Euro ist ab 2013 für Eltern vorgesehen, die ihre Kleinkinder nicht in eine Krippe geben. Statt direkt in die Familien zu fließen, sollte das Geld für die Anrechnung von Erziehungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung, für Riester-Renten, berufliche Weiterbildung oder als Einzahlungen in die kapitalgedeckte Pflegeversicherung verwendet werden, zitiert die "Welt am Sonntag" aus dem Vorstandsbeschluss der Frauen-Union, den diese zunächst nicht selbst veröffentlichte.
Damit stellen sich die CDU-Frauen gegen die CSU, die auf einer Barauszahlung des Betreuungsgeldes besteht, und nähert sich der Position der FDP, die ein Gutscheinsystem fordert. So soll Geld auch wirklich den Kindern zugutekommen und nicht für den Konsum der Eltern verbraucht werden.
Elke Ferner, die Chefin des sozialdemokratischen Konkurrenz- Organisation ASF, warf den Unionsfrauen vor, bestehende Benachteiligungen von Frauen noch zu verschärfen: "Mit dem geplanten Betreuungsgeld werden die alten Rollenmuster zementiert", sagte die ASF-Vorsitzende laut Mitteilung vom Sonntag. Die Weigerung von Union und FDP, einen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen, vergrößere zudem das Armutsrisiko von Frauen.

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Betreuungsgeld
Frauen-Union gegen Barzahlung
Die CDU-Frauenunion hat sich deutlich gegen eine Barauszahlung des geplanten Betreuungsgeldes ausgesprochen.
dpa









