"Wir müssen aufpassen, dass die Umsetzung der Gesundheitsreform nicht das Hartz IV der Union wird", sagte Spahn dem "Stern".
Auch einzelne Kassenfunktionäre kritisieren das Vorgehen des Ministers. Der Vorstandschef der KKH-Allianz Ingo Kailuweit warf Rösler einen Slalomkurs vor. Einerseits verspreche er den Bürgern, sie nicht mehr zu belasten, andererseits fordere er mehr Kostenerstattung. Dies führe aber dazu, dass die Menschen mehr medizinische Leistungen aus der eigenen Tasche bezahlen müssten. "Ich kann noch nicht erkennen, was der Gesundheitsminister eigentlich will", sagte Kailuweit dem Magazin.
Um Kosten im Gesundheitswesen einzusparen, hat Rösler einen harten Umgang mit den Arzneimittelherstellern angekündigt. "Ich habe immer gesagt, dass ich hart an die Pharmaindustrie und deren Preise herangehen werde", sagte er der "Bild"-Zeitung (Mittwoch). Um eine Kostensenkung bei den Arzneimitteln zu erreichen, "werden wir die Pharmafirmen in Vertragsverhandlungen mit den Krankenkassen zwingen". Dies solle "so schnell wie möglich" passieren. Bis es soweit ist, müsse es kurzfristige Kostenbremsen geben. Die Einsparchancen liegen laut Rösler bei zwei Milliarden Euro. Seine Pläne werde er in Kürze den Koalitionsfraktionen vorstellen.

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CDU-Experte Spahn
Gesundheitsreform darf nicht das Hartz IV der Union werden
Der CDU-Experte Jens Spahn warnt Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) davor, sich zu sehr auf die geplante Kopfpauschale zu fixieren.
dpa









