Deren Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach rief nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Montag) in einem Brief an die SPD-Bundestagsfraktion dazu auf, sich für diese Ärztegruppe einzusetzen. "Die SPD steht an der Seite der Hausärzte", zitiert die Zeitung aus dem Schreiben. Anstatt den Hausarztberuf unattraktiver zu machen, wie es Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) vorhabe, solle die Gruppe gestärkt werden.
Lauterbach schrieb, die Zahl der Hausärzte nehme jedes Jahr weiter ab, weil sich immer weniger Medizinstudenten für diese Tätigkeit entschieden. "Dies geht auch auf die deutlich schlechtere Honorierung von Hausärzten im Vergleich zu Fachärzten zurück."
Union und FDP wollen bei neuen Hausarztverträgen keine Honorarsteigerungen mehr zulassen, die über der Erhöhung bei den übrigen Ärzten liegen. Bestehende Verträge sollen Bestandsschutz erhalten. Die Ärzte fürchten aber, dass auch bei diesen Verträgen nach einer Übergangszeit das Honorar sinkt. Die Hausärzte wollen im Herbst gegen diese Pläne protestieren.

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