Notwendig sei eine Überprüfung der vorgesehenen Einsparungen bei den Krankenhausvergütungen im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Mitarbeiter der Kliniken. "Es darf auf keinen Fall passieren, dass der Personalabbau nun wieder losgeht", sagte der Internist in einem Kommentar zum derzeit zirkulierenden Diskussionsentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit zur GKV-Finanzreform. Vor dem Hintergrund steigender und schwieriger werdender Behandlungsfälle in den Kliniken gingen die vorgesehenen Einschnitte in den Krankenhausvergütungen "mit Sicherheit an den Rand des Erträglichen, wenn nicht sogar darüber hinaus".
"Ärzte und Pflegekräfte erhöhen Jahr für Jahr durch ihre Leistungen die Arbeitsproduktivität, ohne dass dies in der finanziellen Ausstattung der Kliniken angemessen berücksichtigt wird", sagte Henke. Die Refinanzierung der Personalkosten müsse im Grunde von jeglicher Kürzung ausgenommen und einer ordentlich geführten Klinik zu 100 Prozent ermöglicht werden. "Wir alle wissen doch, dass sonst zum Beispiel die Zuwendung zu Menschen mit Behinderung oder zu Demenzkranken schwächer ausfallen wird, als wir es gesellschaftlich als nötig betrachten."
Der MB-Vorsitzende plädierte zudem dafür, in den Berechnungen des Bundesgesundheitsministeriums die sich bessernde wirtschaftliche Lage stärker zu berücksichtigen: "Womöglich fällt das 2011 drohende Defizit der Krankenkassen viel geringer aus, als man es dort noch vor einigen Monaten befürchtet hat." Die Rückkehr zu dem vor der Wirtschaftskrise gültigen Beitragssatz von 15,5 Prozent bezeichnete Henke ausdrücklich als "kluge und umsichtige Entscheidung".

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Überprüfung notwendig
Marburger Bund warnt vor Personalabbau in den Kliniken
„Mehr Zeitreserven der Ärzte und Pflegekräfte in den Krankenhäusern für die Begegnung mit den Patienten” fordert der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke.
R.P.
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