Beschluss des Bundestags

Weniger Geld für überzählige Operationen

Angesichts einer wachsenden Zahl von Operationen müssen Deutschlands Kliniken bei steigenden Behandlungszahlen künftig Abschläge in Kauf nehmen.
Der Bundestag beschloss den Abschlag für die Jahre 2013 und 2014. Die Kliniken bekommen danach für Behandlungen und Diagnosen, die über dem Plan liegen, 25 Prozent weniger Geld. 2015 soll dann ein eigenes Gesetz folgen, um die Ausweitung der Behandlungszahlen einzudämmen. Krankenkassen und Experten meinen, dass Patienten oft aus ökonomischen statt medizinischen Gründen behandelt werden. Von dem Anstieg bei den Behandlungen von 13 Prozent zwischen 2006 und 2010 sind laut Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) nur 40 Prozent durch die Alterung der Gesellschaft erklärbar. Außerdem verabschiedete der Bundestag das "Psych-Entgeltgesetz", mit dem die Kliniken einen teilweisen Ausgleich für die jüngsten Tariferhöhungen erhalten.

dpa