Unter Auflagen

FTC genehmigt Fougera-Übernahme durch Sandoz

Der schweizerische Pharmakonzern Novartis hat in den USA eine wichtige Hürde bei der angepeilten Übernahme von Fougera genommen.
Die Generika-Tochter Sandoz dürfe das Spezialit ätendermatologie-Unternehmen kaufen, teilte die US-Wettbewerbsbehörde FTC mit. Die Bewilligung erfolgt allerdings unter der Auflage, dass Novartis eine Marketing-Übereinkunft mit der Tolmar Inc für drei Hautpflegeprodukte auflöst und die Rechte für ein viertes generisches Produkt, welches sich noch in der Entwicklungsphase befindet, zurückgibt. Die Übernahme von Fougera durch Novartis könnte in den USA den Wettbewerb für Diclofenac Sodium Gel unterbinden, begründete die FTC ihr Verlangen.

Kauf aus Barmittelzuflüssen finanziert
Novartis hatte die Übernahme von Fougera Pharmaceuticals Anfang Mai angekündigt. Die Schweiter wollen für das im Bereich von Generika für Spezialitätendermatologie tätige Unternehmen 1,525 Milliartden US-Dollar in bar bezahlen. Basierend auf einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 173 Millionen Dollar von Fougera zahlt Novartis für die Übernahme ein Multiple von 8,8. Der Kerngewinn pro Aktie soll mit dem Zukauf steigen. Der Kauf wird aus den bestehenden Barmittel-Reserven und Barmittelzuflüssen finanziert. Fougera erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Netto-Umsatz von 429 Millionen Dollar und beschäftigt rund 700 Mitarbeiter. Verkäufer ist ein Konsortium aus Private Equity Fonds angeführt von Nordic Capital, DLJ Merchant Banking (Credit Suisse ) und Avista Capital Partners. Die Übernahme soll in der zweiten Jahreshälfte 2012 abgeschlossen werden.

dpa