Sabine Bätzing

Drogenbeauftragte warnt Jugendliche vor Wasserpfeiferauchen

Jugendliche in Deutschland rauchen nach Angaben der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), immer häufiger Wasserpfeife und unterschätzen dabei die Gesundheitsrisiken.
Während inzwischen immer weniger junge Menschen zur Zigarette griffen, werde Shisha-Rauchen zunehmend Trend, sagte Bätzing bei der Vorstellung einer EU-weiten Studie zum Nichtraucherschutz. “Nur 38 Prozent der Jugendlichen wissen, dass Shisha-Rauchen genauso gefährlich ist”, erläuterte Bätzing. In einer Wasserpfeife seien die gleichen schädlichen Substanzen wie in einer Zigarette enthalten, sagte Bätzing. Sie würden sogar tiefer und länger inhaliert und seien oft verunreinigt. Wegen dieser Gefahren sollen die Wasserpfeifen-Lokale vom kommenden Jahr an in mehreren Bundesländern auch unter die neuen Nichtraucherschutz- Gesetze fallen.

Insgesamt ist die Belastung der Menschen in Europa durch Kohlenmonoxid aus Zigaretten der “Help-Comets-Studie” zufolge weiterhin viel zu hoch. Die Untersuchung von bisher mehr als 100.000 Menschen in 27 EU-Staaten habe gezeigt, dass Raucher beim Ausatmen im Durchschnitt doppelt so hohe Kohlenmonoxid-Werte erreichen, wie sie von der EU für die Luftschadstoffbelastung in Städten toleriert werden. Auch Nichtraucher wiesen durch Passivrauchen deutlich erhöhte Werte auf. Die Initiative “Help - Für ein rauchfreies Leben”, die die Studie seit 2005 durchführt und bis 2008 weiterführen will, ist eine Initiative der Europäischen Kommission. Bis 2008 sollen weitere Menschen in ganz Europa auf die Belastung ihrer Atemluft getestet werden. Zudem werden Kampagnen gegen das Rauchen organisiert. “Ziel ist es, das Rauchen in Europa zu denormalisieren”, sagte der Koordinator der Kampagne, Emile Clemens.

dpa