Gequalmt werden darf demnach nur noch in abgetrennten Kabinen, die von Bedienungen nicht betreten werden müssen. Das Gesetz gilt auch für Kasinos, Diskotheken und die staatlich konzessionierten Tabakverkaufsstellen “Bar-Tabac”, die oft Teil eines Cafés oder einer Bar sind. Wer sich nicht an das Rauchverbot hält, muss 68 Euro Strafe zahlen.
Schon seit Februar 2007 ist in Frankreich in öffentlichen Gebäuden das Rauchen verboten. Schank- und Speisewirtschaften hatte die Regierung bis zum 1. Januar 2008 Aufschub gewährt. In der Neujahrsnacht wurde allerdings noch ein Auge zugedrückt: Die Raucher durften in den Gaststätten bis zum Morgen weiterqualmen. Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot hat “Toleranz” bis spätestens diesen Mittwoch angekündigt. Wie eine Umfrage des Nationalen Gesundheitsinstituts INSEP ergab, sind 71 Prozent der Franzosen insgesamt und immerhin 53 Prozent der Raucher für das Rauchverbot. Nach Angaben des Europäischen Statistikamts Eurostat rauchen in Frankreich etwa jeder dritte Mann und jede fünfte Frau zumindest gelegentlich. Pro Jahr sterben etwa 66 000 Menschen am Tabakkonsum, bis zu 5000 Menschen sterben an den Folgen des Passivrauchens.

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