Eine zu starke Liberalisierung des Gesundheitswesens führe sonst zu ungleichen Bedingungen für die Menschen, erklärten führende Politiker in dem politischen Magazin "Qiu Shi". Vor allem die arme Landbevölkerung würde benachteiligt, weil die besten Ärzte und Behandlungen hauptsächlich in großen Kliniken in den Metropolen zu finden wären. Viele Chinesen können sich einen Arztbesuch oder einen Krankenhausaufenthalt finanziell nicht leisten. Seit dem Beginn umfangreicher Wirtschaftsreformen in China vor drei Jahrzehnten hat der Staat weitgehend das frühere Gesundheitssystem abgeschafft, das eine lebenslange Rundumversorgung für jeden vorsah. Für Millionen Chinesen führte dies zu großen Belastungen, und nach Einschätzung der Weltgesundheitsbehörde (WHO) hat sich der Gesundheitszustand von Teilen der Landbevölkerung trotz steigender Einkommen verschlechtert. Seit den Reformen sei das medizinische System in China erfolgreich entwickelt worden und die Gesundheit der Menschen habe sich spürbar verbessert, schrieben Gesundheitsminister Chen Zhu und der für das Ressort zuständige Politiker der kommunistischen Partei, Gao Qiang, in dem einflussreichen Magazin, das am Dienstag erschien. Das vorrangige Streben nach Profit und die Schwächung der öffentlichen Hand in der Gesundheitsversorgung belaste aber die Bevölkerung. Dies missachte das Prinzip der sozialen Gleichheit und Gerechtigkeit. Deshalb müsse die Regierung vielmehr die Reformen steuern und mehr Geld in die Gesundheitspolitik investieren, forderten beide Politiker.

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Reformen
China will Gesundheitssystem im Griff behalten
China will sein Gesundheitssystem nach einer Information der Agentur Reuters auch nach umfassenden Reformen nicht ganz den Kräften des freien Marktes überlassen.
Meldung der Agentur Reuters









