Als erstes Entwicklungsland weltweit fordert die Regierung in Abuja 44 Milliarden Dollar (29,5 Mrd Euro) als Entschädigung für die Behandlung von gesundheitlichen Folgen des Rauchens vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Die Vorsitzende Richterin setzte als nächsten Verhandlungstermin den 17. März fest. Dann sollen alle Prozessbeteiligten angehört werden. In der vom Generalstaatsanwalt erhobenen Klage wird den Tabakkonzernen vorgeworfen, sie stellten süchtig machende Produkte her, die der Gesundheit der nigerianischen Bevölkerung schadeten. Die von der Klage betroffenen Konzerne sind die British-American Tobacco (BAT), Philip Morris International und International Tobacco Ltd. Bei einer ersten Anhörung im vergangenen November konnte die Verhandlung nicht aufgenommen werden, da mehreren der Unternehmen die Gerichtspapiere noch nicht zugestellt worden waren.
Mit der Klage soll zudem ein Verbot von Zigarettenwerbung in der Nähe von Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und Kinos durchgesetzt werden. Wie der britische Rundfunksender BBC berichtete, planen die Regierungen von vier nigerianischen Bundesstaaten im Frühjahr ähnliche Klagen gegen die Tabakindustrie. Mehrere Antiraucherorganisationen demonstrierten vor dem Gerichtsgebäude, um die Klage zu unterstützen. Sie forderten, dass die Tabakkonzerne auf den Zigarettenpackungen vor den gesundheitsschädlichen Folgen des Rauchens und Passivrauchens warnen müssten.

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dpa









