Sie quälen sich mit Selbstmordgedanken, leiden unter Essstörungen, Selbsthass und haben Schwierigkeiten, Beziehungen einzugehen. Darauf hat der Organisator des 1. Internationalen Borderline-Kongresses, Martin Bohus, in Berlin hingewiesen. Über 60 Prozent der Betroffenen seien in ihrer Kindheit schwer sexuell missbraucht worden. Darüber hinaus gebe es auch genetische Risikofaktoren, die aber noch erforscht werden müssten.
Der Wissensstand über die lang vernachlässigte Krankheit habe sich erst in den vergangenen Jahren verbessert. Auch bei der Behandlung gab es laut Bohus Fortschritte. Mit der sogenannten Dialektisch Behavioralen Therapie sei erstmals eine Verhaltenstherapie für diese Störung entwickelt worden. An ausgebildeten Therapeuten und der ausreichenden Finanzierung durch die Krankenkassen mangele es aber noch.
Organisiert wurde der dreitägige Kongress vom Dachverband Dialektisch Behaviorale Therapie. Noch bis Samstag tagen rund 1.500 Fachleute aus 40 Ländern im Berliner Congress Center.

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Borderline
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