Der Grund: In knapp sieben Monaten soll das Kernstück der Reform - der Gesundheitsfonds - starten. Bringt der Fonds tatsächlich mehr Transparenz in das System der gesetzlichen Krankenversicherung? Oder wird damit ein "bürokratisches Monster" geschaffen, das keines der Finanzprobleme löst? Soll der Fonds - "wie es im Gesetz steht" (Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt) - am 1. Januar 2009 kommen? Oder muss er gestoppt werden, weil "wichtige Vorarbeiten nicht geleistet worden sind" (Bayerns Sozialministerin Christa Stewens)? Oder bedarf es einer mehrmonatigen Testphase, da ein so komplexes und eingespieltes System wie das der GKV "nicht von heute auf morgen" (DAK-Chef Prof. Herbert Rebscher) umgestellt werden kann?
Diese Fragen werden unter anderem Thema beim Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2008 vom 4. bis 6. Juni in Berlin sein. Zum Kongress werden rund 7.000 Fachbesucher erwartet - darunter Vertreter aus dem Klinikmanagement, aus Medizin und Pflege sowie aus Gesundheitspolitik, Gesundheitswirtschaft und Wissenschaft.
Eröffnet wird der Hauptstadtkongress von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. In diesem Jahr wird die SPD-Politikerin von Petra Diroll, Rundfunkjournalistin und Mitglied der Bundespressekonferenz, zur "Zukunft des Gesundheitswesen" befragt. Dabei dürfte es - neben einer Bilanz der Gesundheitsreform 2007 - auch um die bevorstehende Pflegereform und viele andere aktuelle gesundheitspolitische Themen gehen.

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