1602:Vanguard-SPM

Elektronische Gesundheitskarte

Ärzte sind gespalten

Auch sieben Jahre nach dem grundsätzlichen Beschluss zur elektronischen Gesundheitskarte ist offen, wann die Versicherten die Karte bundesweit bekommen.
Das teilten das Bundesgesundheitsministerium und der Kassen-Spitzenverband am Donnerstag in Berlin auf Anfrage mit. Die Ärzteschaft ist gespalten. Zwar sind 73 Prozent der Ärzte von den Vorteilen der zugrundeliegenden Technik, der Telematik, überzeugt, wie eine repräsentative Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Bundesärztekammer ergab. Allerdings meinen auch 24 Prozent der niedergelassenen Ärzte, die Bedeutung der Telematik werde in ihrer Praxis nicht zunehmen. "Das Fax gilt heute in vielen Arztpraxen immer noch als Nonplusultra der Kommunikation", sagte der Telematikexperte der Kammer, Franz-Josef Bartmann. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums lobte die "grundsätzlich positive Einstellung der Ärzte".

Nachdem die Koalition dem Projekt eine grundsätzliche Überprüfung verordnet hatte, feilen die Akteure im Gesundheitswesen derzeit an drei fest vereinbarten Anwendungen: Mit der Karte soll der Zugriff auf die Stammdaten der Versicherten wie deren Adresse sowie auf Notfalldaten leichter werden. Außerdem sollen Ärzte damit gezielter und sicher kommunizieren können. Weitere Anwendungen hin zu einem umfassenden Online-Austausch von Patientendaten würden auf Datenschutz und Praxistauglichkeit geprüft, sagte der Ministeriumssprecher.

Die Karte wird in der Pilotregion Nordrhein seit vergangenem Oktober schrittweise ausgegeben. Derzeit laufen nach Angaben des Kassenverbands Verhandlungen über die Finanzierung der weiter geplanten flächendeckenden Verteilung der Karte. Wann die Patienten bundesweit die Karte bekommen, sei aber derzeit noch nicht vorherzusagen, hieß es übereinstimmend.

dpa

ANZEIGE
VISIT
frohberg _ medien in der medizin

frohberg, medien in der medizin ist eine 100%ige Tochter der Thieme Verlagsgruppe und einer der führenden medizinischen Medienanbieter in Deutschland. Als spezialisierter Dienstleister für Kliniken und Krankenhäuser ist frohberg seit Jahrzehnten erfolgreich in der Medienbeschaffung tätig.

Wir bieten unseren Kunden Bündelung und Transparenz von Medienbeschaffung, Print und Online bis zu individuellen Intranet- und Fulfillmentkonzepten, die die Prozess-abläufe bis zum Arbeitsplatz des Nutzers vorausdenken.

Über 370 Kliniken und Krankenhäuser nutzen unsere Kompetenz. Wir sind die Spezialisten für die Beschaffung und Verwaltung von Fachinformationen in sämtlichen Medienformaten.

Buchempfehlung

Cover

Schriftenreihe Gesundheitswirtschaft und Management

Band 1: Gesundheitswirtschaft in Deutschland

Beispiele über alle wichtigen Bereiche des Gesundheitswesens in Deutschland zur Gesundheitswirtschaft
ISBN 978-3-9812646-0-9, DIN A5 Buch mit Hardcover (928 Seiten)
Erscheinung: Januar 2009   mehr...
1602:Vanguard-SPM