Schuld daran sind Korruptionsvorwürfe, Datenschutzbedenken und die mangelnde Akzeptanz bei den Patienten, berichtet die "Tagesschau" der ARD. Diagnosen, Laborbefunde und Röntgenbilder — sämtliche Patientendaten sollten auf einem kleinen Chip gespeichert werden — leicht einsehbar und jederzeit abrufbar für Arzt und Krankenkasse. Der stellvertretende Gesundheitsminister Petr Nosek teilte, laut "Tagesschau" mit: "Wir haben uns entschieden, das Projekt der elektronischen Krankenkarte zu beenden. Die Speicherung der Patientendaten in großen Datenzentren ist nicht mehr zeitgemäß. Außerdem ist die Finanzierung sehr undurchsichtig."
Schwere Korruptionsvorwürfe
Mehr als 80 Millionen Euro sind im vergangenen Jahrzehnt in das Projekt geflossen. Viel Geld sei in dunkle Kanäle geflossen, meint die kommunistische Abgeordnete Sona Markova: "Das Projekt wurde damals nicht öffentlich ausgeschrieben und ist deshalb absolut überteuert. Es gab bei der Finanzierung viele undurchsichtige Manipulationen. Die Karte hat ihren Zweck nicht erfüllt", zitiert die "Tagesschau".
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