Das Konzept solle weiterentwickelt und dabei die Datensicherheit stärker berücksichtigt werden. Die Ärzte sprachen sich auch gegen die elektronische Patientenakte und das elektronische Rezept aus. Die Gesundheitskarte soll die bisherige Chipkarte der Krankenkassen ablösen. Darauf sollen alle Behandlungen, Rezepte und Notfalldaten gespeichert werden. Die Umsetzung des Vorhabens soll rund 1,4 Milliarden Euro kosten. Bereits 2007 hatte sich der Verbandstag gegen die 2003 von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) angekündigte Einführung ausgesprochen. Durch die zwischenzeitlichen Pannen und Fehlschläge diverser Testphasen seien die damals vorgebrachten Argumente erhärtet und bestätigt worden, erklärten die Ärzte. Deswegen fordert die Bundesärztekammer ein Sicherheitsgutachten vor der flächendeckenden Einführung. Die von den Kassen geplante Erstellung von elektronischen Patientenakten mit Speicherung bei kommerziellen Provider-Diensten lehnt die Ärzteschaft ebenfalls ab, weil die "Krankheitsdaten nicht zur Ware werden" dürften. Zudem dürfte eine von Kostenträgern gesteuerte Versorgung nicht zu weiteren Leistungsrationierungen führen. Das elektronische Rezept habe sich wiederum in der Praxis als "völlig untauglich" erwiesen, erklärten die Ärzte und verlangten den Erhalt des Papierrezeptes.

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Datenschutz
Deutsche Ärzteschaft lehnt elektronische Gesundheitskarte ab
Die deutsche Ärzteschaft hat sich aus Sorge um den Datenschutz gegen die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in vorgesehener Form ausgesprochen. Sie sei mit dem Grundvertrauen der Patienten in den ärztlichen Berufsethos nicht vereinbar, hieß es im Beschluss des 111. Deutschen Ärztetages am Donnerstag in Ulm.
dpa








