Inzwischen hat sich der ÖVKT, nicht nur aufgrund seiner hohen Mitgliederzahl und der breiten Akzeptanz als Interessensvereinigung, sondern auch durch den Ausweis seiner hohen fachlichen Qualität, als solider und kompetenter Ansprechpartner für die gesamte Palette der Angelegenheiten der Krankenhaustechnik innerhalb des österreichischen Gesundheitswesens etabliert.
Schwerpunkt Fortbildung
Bautechnik als Grundelement eines Krankenhausobjektes, Haus- und Betriebstechnik als essenzielle Infrastruktur und Medizintechnik als Instrument der Untersuchungs- und Behandlungsprozesse sind mit ihren Aufgabenstellungen Säulen im Zielsystem des Verbandes.
Technische Mitarbeiter aller Sparten und Gewerke sowie leitende Techniker aus den Krankenhäusern, Krankenhausträgerorganisationen und der Industrie haben in den letzten Jahren an den zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen teilgenommen und werden als Mitglieder über das Verbandsorgan kma monatlich mit interessanten und aktuellen Artikeln und Beiträgen aus allen Bereichen des Krankenhaus- beziehungsweise Facility Managements informiert. Die intensiven Bemühungen um eine zukunftsorientierte Ausbildung der Krankenhaustechniker, die ja meist ein sehr heterogenes Ausbildungsniveau in spezialisierten technischen Fächern aufweisen, zum Generalisten mit der Möglichkeit, auch den Ausbildungsgrad eines Masters als karrierefördernden Teil der persönlichen Entwicklung zu erreichen, führten zu zwei Fachhochschulkursen und einen in Aussicht stehenden Universitätslehrgang. Leider mussten – trotz aller Bekenntnisse der Politik zum zweiten Bildungsweg – bei der Ausrichtung dieser Ausbildung äußerst komplizierte und schwierige administrative Probleme bewältigt werden, die eigentlich im Sinne eines europareifen integrierten Bildungssystems überhaupt nicht auftauchen sollten. Nunmehr stellt die äußerst angespannte wirtschaftliche Lage der Einrichtungen des Gesundheitswesen im Zuge der Wirtschaftskrise – trotz der niedrigen Kosten für so eine Ausbildung – eine Hürde bei der Entsendung von geeigneten Technikern zu diesen, vom ÖVKT und der Donauuniversität in Krems gemeinsam geführten, Universitätslehrgängen dar.
Investitionen in die Ausbildung sind vor allem in Zeiten knapper Ressourcen eine absolute Notwendigkeit, um durch gut ausgebildete Mitarbeiter die anstehenden Problematiken sehr gut lösen zu können. Das gilt im Besonderen für die Technik, ohne die im Krankenhaus heute keine adäquate Medizin und Pflege mehr betrieben werden kann.
Technik als Lösung
Die technologischen Fortschritte in der Geräte- und Anlagenentwicklung, die technischen Herausforderungen aus den internationalen Anstrengungen zur Verbesserung der Klimasituation, die Zunahme an komplexer Technik im Krankenhaus mit den vielfältigen Anforderungen der Hygiene sowie der Sicherheit und die steigenden Ansprüche der Patienten und des Personals zwingen innerhalb der nächsten Jahre zu vermehrter Investitionstätigkeit in die Technik, will der Krankenhausbetreiber nicht betriebliche und sicherheitstechnische Schwierigkeiten auslösen.
Die Energie- und Ressourcensituation wird die Krankenhaustechnik in den kommenden Jahren weiterhin treffen. Es sind die Krankenhäuser, die im Blickpunkt der Optimierungsziele der Politik stehen werden, sind sie doch in jeder Hinsicht Großverbraucher. Damit sieht sich der ÖVKT auch in seinem Jubiläumsjahr vor wichtigen Aufgabenstellungen bei den Aspekten der Nachhaltigkeit und der Betriebskosteneffizienz, die er im Interesse seiner Mitglieder zielgerichtet bearbeiten will.
Durch die weitere Regionalisierung einzelner Verbandsaktivitäten des ÖVKT wird eine mitgliedernahe Betreuung gesichert. Neben den bereits bestehenden Regionen Süd und West wird in diesem Jahr eine Arbeitsgruppe „Regionalkreis Nord“ entstehen, in der neben der Abhaltung regelmäßiger Treffen mit Fortbildungsschwerpunkten auch die Kommunikation untereinander vermehrt wahrgenommen werden soll.
Erfolg und Zukunft
So verstärkt der ÖVKT seine Bemühungen zur ständigen Weiterentwicklung seiner Vorhaben, um für seine Mitglieder einen echten Mehrwert darzustellen und auf der Basis ehrenamtlicher Funktionen im Sinne von ganzheitlichen Überlegungen mit geringen Mitteln realisierbare Ziele umsetzen zu können. Er versteht sich als Kommunikationsplattform für die Krankenhaustechnik sowie als Bindeglied zwischen den Krankenhaustechnikern und der Industrie. Mit der Gründung der europäischen Technikervereinigung IFHE-Europe nützt der ÖVKT auch ein internationales Netzwerk für den weltweiten Wissens- und Erfahrungsaustausch (IFHE). Innerhalb der deutschsprachigen Länder Deutschland, Schweiz und Österreich gibt es besonders intensive Kontakte – ein Ergebnis daraus sind die für Mitglieder kostenlosen Jahrbücher “Technik im Gesundheitswesen“.
Der Erfolg des Verbandes ist kein Zufall, sondern ist mit harter Arbeit aller ehrenamtlich tätigen Organe verbunden, vom Vorstand über die Arbeitsgruppenleiter bis zu den vielen engagierten Mitgliedern aus dem Gesundheitswesen und der Industrie, die sehr rege an den Aktivitäten teilnehmen.
Für die Zukunft gilt es das Spektrum an noch vorhandenen Verbesserungspotenzialen zu ermitteln und zu nützen, um für den Berufstand des Technikers in den Einrichtungen des Gesundheitswesens weiterhin eine dynamische Interessenvertretung zu sein.

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ÖVKT-Jubiläum
15 Jahre im Dienste des Gesundheitswesens
Es war sicherlich ein Meilenstein für die Entwicklung der Krankenhaustechnik in Öster-reich, als vor 15 Jahren während einer Sitzung im Landeskrankenhaus Klagenfurt beschlossen wurde, eine österreichweite Vereinigung zu gründen, um die Anliegen der Techniker verstärkt zu vertreten und für eine entsprechende Aus- und Fortbildung zu sorgen.
Detlef Mostler
ÖVKT-Präsident









