Spitzenreiter im vergangenen Jahr war der Chef der Techniker Krankenkasse (TK), Norbert Klusen: Sein Grundgehalt erhöhte sich um 25.000 Euro auf rund 271.000 Euro. Dies geht aus dem Bundesgesetzblatt hervor, das alljährlich die Einkünfte der Kassenchefs veröffentlicht. Darüber berichtete die "Bild"-Zeitung (Dienstag). Ein TK-Sprecher sagte auf Anfrage, das Gehalt Klusens sei angesichts von 18 Milliarden Euro Beitragseinnahmen "sehr angemessen". Die Kasse verlange auch keine Zusatzbeiträge.
Nach den neuen Zahlen erhielt DAK-Chef Herbert Rebscher, dessen Kasse seit Februar von den Versicherten Zusatzbeiträge von acht Euro pro Monat erhebt, rund 235.000 Euro, Barmer-Chefin Birgit Fischer etwa 203.000 Euro. Das waren jeweils rund 4.000 Euro mehr als 2008. Der Chef der AOK Bayern, Helmut Platzer, konnte sich zusätzlich zum Gehalt von 176.000 Euro über einen Bonus von 50.820 Euro freuen. Das war mehr als das Grundgehalt von 170.000 Euro plus 20 Prozent Erfolgsprämie für den Spitzenmann des AOK-Bundesverbandes, Herbert Reichelt.
Ärztefunktionäre gehören ebenfalls zu den Topverdienern in der Branche: Andreas Köhler, der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, erhielt 2009 ein Gehalt von 260.000 Euro, sein Kollege bei der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, Jürgen Fedderwitz, kam auf 240.585 Euro. Gute Altersversorgungen, die sich an den Pensionen von Spitzenbeamten orientieren, kommen noch hinzu.

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Gehälter
Kassenchefs und Ärztefunktionäre verdienen gut
Die Chefs der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben Topverdiener trotz der zunehmend angespannten Finanzlage zahlreicher Kassen.
dpa
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