Im Patentstreit um das Verhütungsmittel Yasmin musste der Chemie- und Pharmakonzern in den USA einen Dämpfer hinnehmen. Ursprünglich wollten die Leverkusener dem US-Unternehmen Watson Pharmaceuticals für eine längere Zeit untersagen, die Zulassung einer Nachahmerversion der umsatzstarken Antibaby-Pille zu beantragen. Diesem Antrag erteilte Richter Paul Gardephe am Donnerstag jedoch eine Absage.
Die Bayer-Aktien gaben daraufhin bei Lang & Schwarz bis 8.40 Uhr 0,17 Prozent nach auf 49,06 (Xetra-Schluss: 49,14) Euro. Der Dax wird dagegen mit einem leichten Zuwachs von 0,13 Prozent freundlich erwartet.
Die bestehende Aussetzung der Nachahmerversion über 30 Monate läuft jetzt am Samstag (4. September) aus. Ein Börsianer sieht diese "alte Geschichte" indes allenfalls leicht negativ. Bayer habe bereits seit 2008 versucht, ein Generikum von Watson zu blockieren. Inzwischen stünden die Yasmin-Umsätze in den USA bereits durch die Konkurrenz von Barr und Teva unter Druck.
Ein anderer Börsianer rechnet nun ebenfalls mit einer Flut von Yasmin-Generika, deren Markteintritt Bayer zu einer Preissenkung in den USA zwingen werde. Dies sei zwar alles andere als eine gute Nachricht, die Kursbelastung hält aber auch er für begrenzt. Dieser Ausgang des Rechtsstreits sei nicht ausgeschlossen gewesen und ein entsprechendes Risiko dürfte bereits weitgehend eingepreist sein, sagte er.

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Pharmaindustrie
Bayer: Dämpfer im Yasmin-Streit
Die Aktien von Bayer haben am Freitag im vorbörslichen Handel leichte Verluste verzeichnet.
dpa
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