Pharmaindustrie

Darmstädter Merck setzt auf Biotech aus Israel

Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck setzt auf die Innovationskraft Israels.
Der Konzern wolle von den bemerkenswerten Innovationen in Israel profitieren, sagte Vorstandschef Karl-Ludwig Kley dem "Handelsblatt". Merck hat kürzlich im Süden von Tel Aviv einen Biotech-Finanzier installiert, der eine Reihe von israelischen Start-ups begleiten wird. Die Darmstädter wollen den Jung-Unternehmern auch Anfangsfinanzierungen zur Verfügung stellen. Neben den Rivalen China und Singapur macht sich Israel daran, die führende Stellung der USA im Life-Science-Markt anzugreifen. Kley reise einmal im Jahr nach Israel. Dank eines großen unternehmerischen Wagemutes liege das Land im Innovationswettbewerb ganz vorne. In Israel ist Merck seit 2007 aktiv. Das MS-Medikament Rebif, das auf israelischen Wurzeln beruht, gehört heute zu den wichtigsten Umsatzträgern des Konzerns.

Merck gehört zu einer ganzen Reihe internationaler Pharmakonzerne, die in Israel aktiv sind. Neben den beiden US-amerikanischen Arzneimittelherstellern Abbott Laboratories und Pfizer sind dies unter anderem der Schweizer Pharmakonzern Roche und die britische GlaxoSmithKline . In vielen Medikamenten gegen Multiple Sklerose (MS), Krebs, Alzheimer und Parkinson stecken Patente aus der israelischen Biotechnologie.

dpa