Elektronischen Gesundheitskarte

Eine Geschichte voller Pannen

Die 70 Millionen gesetzlich Versicherten bekommen seit Oktober 2011 die elektronische Gesundheitskarte, die die alte Krankenversichertenkarte ersetzt.
- PROBLEME: Die Einführung der Karte wurde bereits vor rund neun Jahren beschlossen. Technische und organisatorische Rückschläge, Ängste etwa der Ärzteschaft sowie Widerstand bei den Akteuren im Gesundheitswesen verzögerten den Start immer wieder. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass bereits verschickte Karten falsch konfiguriert waren und ausgetauscht werden müssen.

- LEISTUNGEN IN ERSTEN AUFBAUSTUFEN: Versicherte sollen auf der Karte etwa Patientenverfügungen oder Daten für Notfälle speichern können, etwa zu Vorerkrankungen oder Allergien. Von Anfang an hat die Karte - anders als die meisten alten Karten - ein Passbild. So soll Missbrauch vermieden werden.

- VERSICHERTENSTAMMDATEN: Daten wie etwa die Adresse sollen via Online-Verbindung geändert werden können - etwa wenn der Versicherte umzieht. Dann müssen keine neuen Karten verschickt werden.

- KOMMUNIKATION MEDIZINISCHER DATEN: Sobald die Karte als Schlüssel für Online-Kommunikation über als sicher geltende Server funktioniert, sollen Ärzte Befunde und andere Informationen elektronisch übermitteln können und Fallakten über den Behandlungsverlauf ausgetauscht werden können. Voraussichtlich ist das nicht vor Ende 2013 der Fall. Möglicherweise kommen später auch elektronische Rezepte und weitere Anwendungen hinzu.

dpa