Pharmaindustrie

Britische Behörde empfiehlt Bayer-Gerinnungshemmer Xarelto

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat für den Einsatz seines neuen Hoffnungsträgers im Pharmageschäft Xarelto in England und Wales grünes Licht erhalten.
Das britische National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE) habe den Gerinnungshemmer zur Behandlung tiefer Venenthrombosen sowie zur Prävention wiederkehrender Venenthrombosen und Lungenembolien empfohlen, teilte Bayer am Mittwoch mit. Die Empfehlung bedeute, dass Xarelto nun innerhalb von 90 Tagen in das Medikamentenregister aller dem öffentlichen Gesundheitssystem angeschlossenen Krankenhäuser aufgenommen werde und so Ärzten zum Einsatz zur Verfügung stehe. Im Mai hatte die Behörde das Mittel bereits zur Prävention von Schlaganfällen und systemischen Embolien außerhalb des zentralen Nervensystems bei Patienten mit Vorhofflimmern empfohlen. Xarelto ist bereits in mehr als 120 Ländern zur Vorbeugung gegen Thrombosen bei Erwachsenen nach geplanten Hüft- oder Kniegelenk-Operationen zugelassen. Die Arznei entwickelt Bayer zusammen mit dem US-Pharmakonzern Johnson & Johnson . Bayer erwartet für das Mittel Spitzenumsätze von mehr als zwei Milliarden Euro pro Jahr.

dpa