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Dade Behring

Siemens ist am Ziel

Der Technologiekonzern Siemens ist bei der Übernahme des US-amerikanischen Diagnostikaherstellers Dade Behring am Ziel angelangt.
Siemens seien im Rahmen der Offerte 94 Prozent der Stammaktien angedient worden, teilte das Münchener Unternehmen am Donnerstag mit. Um Mitternacht war die Frist abgelaufen. Nun will Siemens den Kauf bis zum 6. November abschließen, einige Monate früher als ursprünglich geplant. "Durch die Akquisition nimmt Siemens die führende Position im Markt für Labordiagnostik ein", sagte Medizintechnik-Vorstand Erich Reinhardt. "Kein anderes Unternehmen kann die gesamte Wertschöpfungskette von medizinischer Bildgebung, Labordiagnostik und klinischer IT unter einem Dach vereinen."

Die Verstärkung mit Dade Behring hat sich Siemens rund 7 Milliarden US-Dollar (5 Mrd Euro) kosten lassen, was Analysten als überhöht kritisierten. Siemens wies die Einwände jedoch mit der Begründung zurück, der US-Konzern ergänze das eigene Angebot perfekt: Während Siemens führend bei großen Laboren sei, habe Dade Behring seine Stärken bei mittleren und kleinen Laboren.

Siemens siedelt Diagnostik-Zentrale in den USA an
Nach der Übernahme der Aktien soll das US-Unternehmen in die Geschäftseinheit Siemens Medical Solutions Diagnostics integriert werden. Diesen Bereich hatte der Konzern schon im vergangenen Jahr kräftig ausgebaut, vor allem mit dem Kauf der Diagnostic Products Corp und von Bayer Diagnostics. Der bisherige Dade-Behring-Chef Jim Reid-Anderson wird die Einheit mit ihren dann 15.000 Mitarbeitern von seinem bisherigen Hauptquartier Deerfield in Illinois aus führen.

In der gesamten Medizintechnik beschäftigt Siemens weltweit 41.000 Mitarbeiter, das ist mehr als ein Zehntel der Konzernbelegschaft. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2006 bei 8,23 Milliarden Euro. Dade Behring machte zuletzt einen Umsatz von 1,7 Milliarden Dollar. Zu den größten Konkurrenten von Siemens auf dem Wachstumsmarkt Medizintechnik gehören der US-Mischkonzern General Electric und der niederländische Elektronikkonzern Philips. dpa


 

E.B./G.M.

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