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Arzt- und Kliniksuche

Trend

Arzneimittelausgaben gestiegen - Weniger Zuzahlung für Versicherte

Ungeachtet aller Sparbeschlüsse sind die Arzneimittel-Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen in diesem Jahr um 8,6 Prozent gestiegen.
Nach einer Hochrechnung, die der Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) am Donnerstag in Berlin veröffentlichte, stiegen die Aufwendungen von 25 Milliarden Euro im Vorjahr auf rund 27,2 Milliarden Euro. Gleichzeitig mussten die Patienten für ihre Medikamente weniger aus eigener Tasche zuzahlen. Die vorgeschriebene Eigenbeteiligung sank den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 320 Millionen auf 1,7 Milliarden Euro.

Grund für die Entlastung der Versicherten ist laut BKK die gestiegene Zahl zuzahlungsbefreiter Arzneimittel. Derzeit gibt es mehr als 12 000 Medikamente, deren Preise deutlich unter den von den Kassen festgelegten Festbeträgen liegen und deswegen ohne Zuzahlung erhältlich sind. Normalerweise müssen je nach Packungsgröße zwischen fünf und zehn Euro zugezahlt werden.

Für die gestiegenen Arzneimittel-Ausgaben sind nach Berechnungen der BKK vor allem die Mehrwertsteuererhöhung verantwortlich sowie “Scheininnovationen”, die teurer seien als bewährte Medikamente. Nach Ansicht des BKK Bundesverbands beweisen die Zahlen zudem, “dass die neuen Möglichkeiten aus der Gesundheitsreform trotz des großen Engagements der Kassen nicht ausreichen, um den Ausgabenanstieg wirksam zu bremsen”.

dpa

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