“Das hat nicht primär etwas zu tun mit den Auswirkungen des Gesundheitsfonds”, sagte der Vorsitzende des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen (VdAK), Thomas Ballast, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. Die finanziellen Risiken für einen höheren Beitragssatz zum Fondsstart 2009 seien bereits heute angelegt.
Die Reform der ärztlichen Honorierung werde voraussichtlich mit bis zu drei Milliarden Euro zu Buche schlagen, sagte Ballast. Das macht 0,3 Beitragssatzpunkte aus. Zusätzliche Belastungen seien bei den Krankenhäusern 2009 zu erwarten. Alle Leistungserbringer würden zudem bei der Vergütung im Gleichschritt mit vielen anderen Branchen nachholen, sagte Ballast. Auch Mehrkosten bei den Arzneimitteln seien absehbar.
“Die Einnahmen werden dagegen nicht in dem Maß steigen”, sagte Ballast. Trotz ordentlicher Tarifabschlüsse 2007 seien die Zuwächse nicht groß. Dies liege an abgeschmolzenen Sonderzahlungen ebenso wie an der Rentenentwicklung. Zwar schließe die gesetzliche Krankenversicherung das Jahr 2007 insgesamt mit einem Überschuss ab. Diesen gäbe es ohne Steuerzuschuss aber nicht. Aus Haushaltsmitteln flossen 2,5 Milliarden Euro an die Kassen.

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Basil Wegener, dpa









