Hohe Einschätzung

Analysten rechnen bei Bristol-Myers Squibb mit Gewinnschub

Der amerikanische Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb hat das Schlussquartal 2007 nach Einschätzung von Analysten mit einem kräftigen Gewinnanstieg und einem Umsatzwachstum von fast 25 Prozent abgeschlossen.
Von Thomson First Call befragte Experten erwarten für die Monate Oktober bis Dezember einen Anstieg des Ergebnis pro Aktie (EPS) vor Sonderposten von 0,19 Dollar auf nunmehr 0,34 Dollar. Beim Umsatz wird ein Anstieg von 4,21 Milliarden auf 5,24 Milliarden Dollar vorausgesagt. Die Zahlen werden am heutigen Donnerstag (31. Januar) erwartet.

Bristol-Myers Squibb hatte bereits im dritten Quartal von einem kräftigen Umsatzanstieg seines Kassenschlagers Plavix profitiert und sein Ergebnis mehr als verdoppelt. Für 2007 peilt der Konzern einen Gewinn pro Aktie vor Sonderposten von 1,42 bis 1,47 Dollar an, während die Analystenschätzungen ebenfalls von 1,47 Dollar ausgehen. Für den Umsatz liegen die durchschnittlichen Erwartungen der Wall Street bei 19,72 Milliarden Dollar - was einem Anstieg von 10,1 Prozent zum Vorjahr gleichkäme.

Wegen der Konkurrenz durch billigere Nachahmerprodukte (Generika) hatte Bristol-Myers Anfang Dezember im Rahmen eines Umstrukturierungsprogramms angekündigt, bis Ende 2010 jede zweite Fabrik schließen zu wollen. Die Stellenstreichungen umfassen rund 10 Prozent der Belegschaft und sollen bis zum Jahr 2010 zu Einsparungen in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar führen. Gleichzeitig hob der Vorstand für 2008 die Ergebnisprognose an: Bristol-Myers Squibb erwartet nun einen Gewinn je Aktie vor Sondereffekten (EPS Non-GAAP) von 1,65 bis 1,75 US-Dollar je Aktie.

Seit längerem streiten sich der Sanofi-Aventis-Partner Bristol Myers-Squibb (BMS) mit dem kanadischen Generika-Hersteller Apotex über eine billigere Version des Blutverdünners Plavix.

dpa