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So sieht das Krankenhaus der Zukunft ausWMC und G2K machen die digitale Klinikwelt erstmals erlebbar

Der Rettungswagen fährt in die Halle ein. Die Ampel steht auf grün. Also keine Wartezeit bei der Triage. Beim Betreten der Notaufnahme wird automatisiert Fieber gemessen. Klingt nach Zukunftsmusik? Ist es auch noch. In Hamburg entsteht gerade eine Mockup-Klinik, in der digitale Lösungen endlich greifbar werden.

WMC ZKNFT-Kongress
G2K

Mit Hilfe von KI können die komplexen Prozesse in der Notaufnahme erheblich vereinfacht werden.

Sachsenstraße in Hamburg. Hier hat die Unternehmensberatung WMC Healthcare einen ihrer Standorte. Wo bisher vor allem Berater vor ihren Computern Gedanken zur Zukunft des Gesundheitswesens machen, wird jetzt aus grauer Theorie faszinierende Wirklichkeit. Direkt über den Büros entsteht eine Modell-Klinik, in der man erstmals erleben kann, wie das Krankenhaus der Zukunft aussehen könnte. „In deutschen Kliniken steckt die Digitalisierung noch in den Kinderschuhen“, erläutert Christian Eckert, Geschäftsführer bei WMC. Zwar hätten viele Häuser mit dem KHZG Schwung aufgenommen und planten die Umsetzung z.B. von Patientenportalen, sprachgesteuerter Dokumentationen oder einer digitalen Medikation. „Welche Chancen in der Digitalisierung im Gesundheitswesen stecken, wird erst so richtig deutlich, wenn man sich von anderen Branchen inspirieren lässt. In unserer Mockup-Klinik zeigen wir, was schon heute möglich ist und in einigen Jahren Krankenhausalltag sein könnte.“

Dafür hat sich WMC einen starken Partner an die Seite geholt: G2K ist darauf spezialisiert, vorhandene Datenquellen und neuartige Sensorik mit einer künstlichen Intelligenz zu vernetzen. Weltweit hat das deutsche Unternehmen gezeigt, wie ihre KI-Plattform Parsifal im Handel, der Logistik oder sogar in ganzen „Smart Cities“ Prozesse effizienter und sicherer macht. Auch im Gesundheitsbereich ist G2K bereits aktiv. „KI kann den Klinken zu mehr Wirtschaftlichkeit und höherer Behandlungsqualität verhelfen“, erläutert Karsten Neugebauer, CEO von G2K. „Ob ein Besucher die Maske korrekt trägt, ein automatisierter Scan der Körpertemperatur  – das sind nur kleine Beispiele für medizinische Anwendungsszenarien. Die Summe solcher Erleichterungen durch Digitalisierung macht KI zu einem entscheidenden Entwicklungsfaktor für Kliniken.“

Dr. Tim Flasbeck, als Experte für Notfallmedizin einer der Ansprechpartner bei WMC Emergency, sieht gerade in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) viel Potential für die neuen Technologien von G2K. „Die ZNA ist der wichtigste Zugang zum Krankenhaus“, macht Flasbeck deutlich. „In vielen Notaufnahmen sind diverse Struktur-,Prozess- und Organisationsprobleme vorhanden, die mit Parsifal behoben werden können.“ So können die Auslastung live erfasst und die Patientenströme besser gesteuert werden. Durch die Verknüpfung z.B. mit Wetter-, Veranstaltungs- und epidemiologischen Daten können Spitzenbelastungen rechtzeitig vorhergesehen und  berücksichtigt werden. Puls oder Körpertemperatur können automatisch erfasst und ausgewertet werden. Oder es gibt einen Hinweis, wenn ein Patient zu lange auf den Erstkontakt mit Arzt oder Pflegekraft warten muss. Neben der ZNA sehen die Fachleute von WMC und G2K auch im OP oder auf der Intensivstation interessante Anwendungsfelder.

„Gerade identifizieren wir die Herausforderungen im Klinikbereich, bei denen Parsifal helfen könnte“, erklärt Burkhard Holz, der das Projekt bei WMC verantwortet. Einige Beispiele werde man dann in der Mockup-Klinik erlebbar machen. Dort entstehe eine Miniatur-ZNA mit Rezeption, einem Wartebereich und einigen Behandlungsplätzen. Besucher können die Rolle eines Arztes, einer Pflegekraft oder eines Patienten einnehmen. „So kann man selbst erfahren, was dann mit dem Endprodukt „Parsifal für Kliniken“ in naher Zukunft Einzug in den deutschen Krankenhäusern halten wird.“

Mehr zur Zukunft der Gesundheitsversorgung auf unserem ZKNFT- Kongress am 28. April in Berlin: www.wmc-healthcare.de/zknft/

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