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RhönDKD-Chefin Beate Jörißen hat gekündigt

Nachdem die Deutsche Klinik für Diagnostik (DKD) Ende Februar 21 Mitarbeiter entlassen hat, hat nun auch die Geschäftsführerin Beate Jörißen angekündigt, bis Ende September das Haus zu verlassen.

Das berichtet die "Frankfurter Rundschau". Die hessische Klinik gehört zum Krankenhauskonzern Rhön-Klinikum AG. Weshalb Jörißen geht, ist unklar. In der Mitarbeiterschaft sowie bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi wird darüber spekuliert, dass Jörißen mit den Umstrukturierungen und den daraus resultierenden Kündigungen nicht einverstanden gewesen sei. "Sie war sechs Jahre lang Geschäftsführerin der rentablen DKD. Es schien, als könne sie die jüngsten Entwicklungen nicht mittragen", sagte Andreas König von Verdi der "Frankfurter Rundschau".

Verdi: DKD muss für HSK bluten
Rhön hat die DKD 1989 übernommen. Für König sowie Margit Rehor, DKD-Betriebsratsvorsitzende, ist mit dieser Kündigungswelle klar, dass die 1989 von Rhön übernommene DKD die Zeche für die Übernahme der Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) zahle. Weil sich Rhön durch einen Konsortialvertrag verpflichtet habe, in den HSK bis zum 31. Dezember 2015 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten, würde jetzt deshalb in der DKD gekündigt, sagt König der "Frankfurter Rundschau". Rhön hatte im vergangenen Jahr 49 Prozent der Anteile der defizitären HSK übernommen.

Rhön strebe für die HSK eine Rendite von 14 Prozent an, so König. Dadurch, dass die Abteilungen EDV, Finanz- und Rechnungswesen sowie Leistungsabrechnung beider Kliniken zusammengelegt würden, würden künftig die Arbeiten an den HSK erledigt. "So können die HSK ihre Leistungen der DKD in Rechnung stellen und verbessern ihr Ergebnis", sagt König.

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