Tatverdacht

Ermittlungen gegen Mitarbeiter des Frankfurter Universitätsklinikums eingestellt

Die Ermittlungen gegen Mitarbeiter des Frankfurter Universitätsklinikums und einer angegliederten Klinik sind eingestellt worden. Es gebe keinen hinreichenden Tatverdacht, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit.

Foto: Universitätsklinikum Frankfurt

Universitätsklinik Frankfurt am Main

Das Verfahren lief seit 2016 gegen insgesamt drei Beschuldigte. Es ging um den Verdacht auf Untreue bei Verwendung von Fördergeldern des Landes Hessen für die Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim. Auslöser war eine anonyme Anzeige.

Die Vorwürfe richteten sich gegen den Dekan des Medizinischen Fachbereichs der Uni-Klinik, die ehemalige kaufmännische Geschäftsführerin des Friedrichsheims sowie ein Mitglied des Aufsichtsrats, einen früheren Landtagsabgeordneten. Dem Dekan war vorgeworfen worden, zwischen 2012 bis 2014 mehr als 1,7 Millionen Euro nicht ordnungsgemäß an das angegliederte Friedrichsheim weitergeleitet zu haben. Das Geld ging aber an die Orthopädie der Uni-Klinik. «Eine vorsätzliche Verletzung seiner Vermögensbetreuungspflicht konnte ihm daher nicht nachgewiesen werden.»

Der Geschäftsführerin war vorgeworfen worden, dass sie es versäumt habe, Fördermittel in Höhe von 2,4 Millionen Euro geltend zu machen. Der Aufsichtsratsvorsitzende soll das nicht verhindert haben. Die Ermittlungen ergaben, dass die Goethe-Universität dem Friedrichsheim alle Zuschüsse des Landes erstattet hatte. «Der Forderungsverzicht durch die kaufmännische Leiterin stellte somit keine Untreuetat dar.» Daher sei auch der Aufsichtsratsvorsitzenden nichts vorzuwerfen.

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