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Manipulierte InfusionenFünf Tote in britischem Krankenhaus

Die Zahl der Patienten, die in einem englischen Krankenhaus eine manipulierte Infusionen bekommen haben und gestorben sind, steigt. Eine junge Krankenschwester wird verdächtigt.

In einem Krankenhaus im britischen Stockport bei Manchester sind fünf Patienten gestorben, denen manipulierte Infusionen mit Kochsalzlösungen verabreicht worden waren. Ein 83 Jahre alter Mann starb am Donnerstag, außerdem wurde der Tod einer 84-Jährigen vor wenigen Tagen nun ebenfalls mit den absichtlich manipulierten Infusionen in Verbindung gebracht, wie die Polizei mitteilte.

Eine 27 Jahre alte Krankenschwester, die unter Mordverdacht steht, wurde am Donnerstag weiter verhört. Ein Motiv für die Tat war zunächst nicht bekannt. Man werde keine weiteren Informationen zu der jungen Frau herausgeben, sagte ein Polizeisprecher.

Die Patienten in dem Krankenhaus in der Nähe von Manchester hatten Infusionen mit Kochsalzlösung bekommen, die mit dem blutzuckerregulierenden Hormon Insulin versetzt waren. Die Polizei hatte das Krankenhaus am vergangenen Samstag abgeriegelt. Besucher und Personal mussten die Klinik durch Sicherheitsschleusen betreten. Der gesamte Bestand an Infusionen mit Kochsalzlösung wurde ausgetauscht.

Die Polizei hatte am Donnerstag zunächst berichtet, ein 41 Jahre alter Mann sei gestorben. Später korrigierte ein Sprecher die Angaben und sagte, der Mann ringe weiter um sein Leben.

Vor einer guten Woche war bekanntgeworden, dass ein 71 und ein 84 Jahre alter Mann sowie eine 44 Jahre alte Frau an den Infusionen gestorben sein könnten. Alle fünf Fälle würden weiter untersucht, die genauen Todesursachen ständen aber noch nicht fest, sagte Ian Hopkins von der Polizei Manchester.

Es sei zu erwarten, dass noch weitere verdächtige Fälle untersucht würden. "Dies werden vermutlich hauptsächlich Menschen sein, die älter oder krank waren." Die Ermittlungen seien extrem kompliziert und erforderten detaillierte Analysen.

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