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Marburger BundKlinikärzte arbeiten am Anschlag

Die Botschaft an die Arbeitgeber ist eindeutig und klar: Wir lassen uns nicht den Tarifabschluss für die kommunalen Amtsstuben und Rathäuser aufzwingen!

Bei ihrer Zusammenkunft mit der MB-Spitze ließen die Ärztesprecherinnen und Ärztesprecher aus den Krankenhäusern im Tarifbereich der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) keinen Zweifel an ihrer Streikbereitschaft aufkommen. „Die Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern arbeiten am Anschlag“, war der einhellige Tenor. Die dramatische Unterbesetzung auf den Stationen führt nicht nur zur Überlastung der vorhandenen Ärzte, sondern immer mehr auch zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Patientenversorgung. Der Anspruch auf eine bedarfsgerechte, zuwendungsorientierte Versorgung bleibt auf der Strecke, wenn sich die Arbeitsbedingungen nicht entscheidend ändern.

Bestätigt werden die Erfahrungen der Ärzte in einer aktuellen Studie, die im Rahmen der Förderinitiative Versorgungsforschung der Bundesärztekammer erstellt worden ist und über die das „Deutsche Ärzteblatt“ (Heft 16/2010) berichtet. Die Autoren der Studie haben die ärztlichen Direktoren der Krankenhäuser gefragt, wie sie die Arbeitsbelastung der Ärzte sehen. Die Antworten fallen einhellig aus: Knapp 95 Prozent der befragten ärztlichen Direktoren stimmen der Aussage zu, dass das von den Ärzten verlangte Arbeitstempo sehr hoch sei. Etwa 90 Prozent der ärztlichen Direktoren geben zudem an, dass die Ärzte sehr oft unter Zeitdruck stünden. Ferner sind mehr als 65 Prozent der Meinung, dass die ärztliche Tätigkeit mit großen körperlichen Anstrengungen verbunden sei.

Auch der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Dr. Rudolf Kösters, hat vor wenigen Wochen auf dem Frühlingsempfang der DKG im Beisein des Bundesgesundheitsministers die hohe Arbeitsbelastung des Krankenhauspersonals ins öffentliche Bewusstsein gerückt: „Mehr Last geht nicht!“, sagte er.

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