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Modulbau aus Holz und Stroh

Mediclin setzt verstärkt auf ökologisches Bauen

Niedrige Energiekosten

Mediclin investierte für die Erweiterung etwa 1,7 Millionen Euro inklusive Ausstattung. Damit ist der Modulanbau etwa kostengünstiger als ein Anbau dieser Größe aus Standard-Stahl-Modulen. Und das, obwohl qualitativ äußerst hochwertige Elemente verbaut wurden: So wurden beispielweise ein ökologischer Bodenbelag und eine Akustik-Holzdecke verwendet.Darüber hinaus wird die Klinik durch die Passivhaus-Lösung in den nächsten Jahren erhebliche Energiekosten einsparen.

„Die Wände haben hervorragende Dämm-Werte, die Fenster sind vierfach verglast und wir nutzen eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung“, erklärt Natasa Bogojevic. Da die Module bei bis zu fünf Geschossen selbsttragend sind, besteht die Möglichkeit, diese Bauweise nicht nur für Verwaltungsräumlichkeiten, sondern auch im konkreten Klinikkontext zu verwenden. Es ist ebenfalls möglich, die Fassadenelemente in ein tragendes Betonskelett zu integrieren.

Durchweg positive Erfahrungen

Die ersten Erfahrungswerte sind durchweg positiv. Vor allem die angenehme Raumtemperatur und die Raumluftqualität überzeugen die Mitarbeiter vor Ort – die Wände sind durchlässig für Dampfdiffusion. Auch die Klinikleitung sieht sich in der Entscheidung zum ökologischen Modulanbau bestätigt: „Diese Module sind genauso schnell zusammengebaut wie man das von herkömmlichen Wandmodulen kennt“, sagt Ulrich Fernim. „Innerhalb von zehn Tagen standen die Wände inklusive Innenwänden, das Dach war montiert und abgedichtet.“

Auch die weiteren Arbeiten verliefen reibungslos. Durch die sehr flache Oberfläche der Strohdämmung lassen sich die Wände beispielsweise einfach verputzen.Nicht zuletzt war auch der einfache Transport der einzelnen Module zur Baustelle ausschlaggebend: Hätte man den Anbau beispielsweise aus fertigen Containermodulen zusammengebaut, wären viele LKW-Ladungen notwendig gewesen, da pro Containermodul ein LKW benötigt wird. Die hier verwendeten Wandmodule sind hingegen stapelbar und damit platzsparend zu transportieren. „Ich persönlich bin überzeugt davon, dass Mediclin die richtige Entscheidung getroffen hat“, sagt Natasa Bogojevic.

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