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EU-Verbundprojekte

Mehr als zehn Millionen Euro für die Berliner Universitätsmedizin

Ziel ist es, Patientinnen und Patienten, deren unerwünschte Entzündungsreaktionen derzeit noch nicht geheilt werden können, eine alternative Behandlungsmöglichkeit anzubieten. Geleitet wird das Vorhaben von Prof. Dr. Petra Reinke, Gründungsdirektorin des Berlin Center for Advanced Therapies (BeCAT) und Transplantationsmedizinerin am Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien (BCRT). Die EU-Kommission fördert das ReSHAPE-Projekt ab dem 1. Januar 2019 für vier Jahre mit insgesamt 13,1 Millionen Euro, wovon die Charité mehr als 4,1 Millionen Euro erhält.

VirtualBrainCloud

Bei neurodegenerativen Erkrankungen wie der Alzheimer-Krankheit sind die Symptome und der Krankheitsverlauf der Betroffenen oft sehr unterschiedlich. Deshalb sollten auch Diagnose und Therapie auf den einzelnen Patienten zugeschnitten werden. Im EU-Verbundprojekt VirtualBrainCloud wollen internationale Forscherteams nun eine cloudbasierte Neuroinformatikplattform etablieren, die das Gehirn personalisiert simulieren kann.

Das Forschungsvorhaben unter Leitung von Prof. Dr. Petra Ritter von der Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie der Charité ist eine Erweiterung von „The Virtual Brain“. Mit dem Computerprogramm kann das Gehirn anhand seiner strukturellen Architektur und neuronalen Verbindungen simuliert werden. „Jetzt werden wir in die bestehende Plattform zusätzlich Daten zu molekularen Vorgängen integrieren“, erklärt Prof. Ritter.

Die neue Plattform soll Ärztinnen und Ärzten in Zukunft die Entscheidungen zur individuellen Diagnose und Therapie von Menschen mit neurodegenerativen Krankheiten erleichtern. Das Verbundprojekt mit 17 Partnerinstitutionen ist am 1. Dezember 2018 gestartet und wird für vier Jahre mit insgesamt mehr als 15 Millionen Euro gefördert. Davon fließen fast zwei Millionen Euro an die Charité.

ENDOSCAPE

Mukoviszidose, Chorea Huntington oder die Bluterkrankheit – zahlreiche Krankheiten sind bislang noch immer nicht heilbar, weil sie durch einen Defekt in der Erbinformation hervorgerufen werden. Die Gentherapie könnte hier Abhilfe schaffen, allerdings sind zwei Probleme noch nicht überwunden: Zum einen müssen die therapeutischen Gene präzise zu bestimmten Zielzellen im Körper gelangen. Zum anderen sollen sie von diesen Zellen aufgenommen, aber nicht zerstört werden. Erste gentherapeutische Ansätze nutzen Viren als Fähre für die Gene.

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