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JahresabschlussStädtisches Klinikum Dessau bleibt auch 2020 im Plus

Das Städtische Klinikum Dessau konnte seinen Umsatz 2020 um 7,5 Prozent steigern. Dieser liegt nun bei mehr als 157 Millionen Euro. Das Klinikum schreibt somit seit mehr als 20 Jahren schwarze Zahlen.

Städtisches Klinikum Dessau
Städtisches Klinikum Dessau
Städtisches Klinikum Dessau

Trotz aller Widrigkeiten durch die Corona-Pandemie ist es dem Städtischen Klinikum Dessau im Jahr 2020 erneut gelungen, einen positiven Jahresabschluss zu erzielen.

Im Vergleich zum Jahr 2019 stieg der Umsatz um 7,5 Prozent auf mehr als 157 Millionen Euro. Gleichzeitig erhöhte sich der Gewinn von 850 000 Euro auf 1,5 Millionen Euro. Mit 99 Millionen Euro gab das Klinikum als größter Arbeitgeber in Dessau-Roßlau mehr als 60 Prozent des Umsatzes für Personalkosten aus. Die Zahl der Vollzeitkräfte erhöhte sich leicht auf 1330 Mitarbeiter.

Pandemiebedingt gab es einen Rückgang der Fallzahlen um 13 Prozent. Elektive Eingriffe und nicht dringende Behandlungen mussten zeitweise aufgeschoben werden, um Betten für Covid-19-Patienten freizuhalten. Diese Umsatzverluste wurden durch Ausgleichszahlungen des Bundes kompensiert.

Unzufrieden ist die Betriebsleitung weiterhin mit den Engpässen bei der Finanzierung von Investitionen: „Eigentlich ist klar geregelt, dass diese Mittel vom Land kommen, aber schon seit Jahren müssen wir unsere Investitionen zum weit überwiegenden Teil selber aufbringen. So fehlen die Mittel, in neue Behandlungstechnik zu investieren. Das wird zunehmend auch zu einem strukturellen Problem.“

Auf ein gutes Jahr kann auch das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ), ein mit dem Klinikum eng verbundenes Unternehmen, zurückblicken. Durch die Einbeziehung neuer Praxen stieg der Umsatz um 16,5 Prozent auf 23,5 Millionen Euro. Das MVZ schloss das Geschäftsjahr 2020 mit einem Überschuss in Höhe von 283 000 Euro (2019: 433 000 Euro) ab. Der Rückgang ist auf Investitionen in neue Arztpraxen zurückzuführen. Mit mehr als 50 Arztsitzen hat sich das MVZ mittlerweile zu einem der bundesweit größten ambulanten Zentren entwickelt und sich in Zeiten steigender Praxisaufgaben als ein wichtiger Faktor für die Aufrechterhaltung der ambulanten Versorgung in der Region Dessau-Roßlau etabliert.

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