
Der Geriater vom Krankenhaus Barmherzige Brüder in Regensburg hat zudem den Lehrstuhl für Innere Medizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) inne. Einer seiner fachlichen Schwerpunkte liegt in der Biomedizin des Alterns. Professor Sieber gestaltet als Kongress-Präsident auch den 124. Internistenkongress. Die nächste Jahrestagung der DGIM findet vom 14. bis 17. April 2018 im Mannheimer Congress Center Rosengarten statt.
Sieber leitet die Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Geriatrie am Krankenhaus Barmherzige Brüder in Regensburg. Medizin studierte er in Basel, wo er auch seine Facharztausbildung abschloss und habilitierte. Nach Lehrtätigkeiten an den Medizinischen Fakultäten in Basel und Genf nahm er 2001 den Lehrstuhl für Innere Medizin-Geriatrie an der FAU auf, den er bis heute innehat. In Nürnberg war er bis 2013 auch Chefarzt der Abteilung Innere Medizin 2 (Geriatrie) und ist bis heute Direktor des Instituts für Biomedizin des Alterns. Er befasst sich vorrangig mit klinischen Studien in der Geriatrie. Sieber löst Prof. Dr. Petra-Maria Schumm-Draeger aus München in der Funktion als Vorsitzende der DGIM ab.
Als Vorsitzender der DGIM gestaltet Cornel Sieber auch das Programm des 124. Internistenkongresses im Jahr 2018. Das von ihm gewählte Leitthema „Innere Medizin – Medizin für den ganzen Menschen“ bildet den inhaltlichen Kern der kommenden Jahrestagung. „Parallel zur erfolgreichen Spezialisierung in der Inneren Medizin sollten wir den ganzheitlichen Zugang zu unseren Patienten nicht aus dem Auge verlieren. Oft leiden diese – insbesondere die älteren – an mehreren chronischen Erkrankungen und bedürfen individueller Behandlung“, erklärt Professor Sieber. „Die Evidenzbasierte Medizin stößt hier an ihre Grenzen, wenn sie nicht auch die Erfahrung des Arztes und die Bedürfnisse des Patienten berücksichtigt. Nicht nur das pure Überleben sollte dem Arzt als Therapieziel dienen, sondern auch der Erhalt der Lebensqualität in Form von funktionalen Aspekten und sozialer Teilhabe.“
Die Hauptthemen des Kongresses stehen bereits fest: Chronische Erkrankungen und Evidenzbasierte Medizin, Multimorbidität und Polypharmazie, Interdisziplinarität im Sinne der ganzheitlichen Therapie, Rehabilitaton als Bindeglied zur sozialen Teilhabe, Bakterien und Viren als Chance aber auch tödliche Bedrohung, das Gehirn aus neurologischer und internistischer Sicht, Systemerkrankungen, Unter-, Über- und Fehlernährung, das Mikrobiom sowie die Versorgungsforschung.


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