
Doch die Umsetzung von Digitalprojekten erfolgt nach wie vor nur punktuell. Die größten Stolpersteine sind zu wenig finanzielle Mittel (72 Prozent), fehlende Unterstützung durch Kostenträger und Politik (64 Prozent) und zu wenig Wissen bei den Führungskräften (51 Prozent).
Das sind die zentralen Ergebnisse der diesjährigen Rochus-Mummert-Studie zur Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft, für die rund 360 Führungskräfte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen befragt wurden.
„Wir registrieren einige Fortschritte bei der Digitalisierung in deutschen Krankenhäusern, aber im internationalen Vergleich hinkt die Branche immer noch deutlich hinterher“, sagt Oliver Heitz, Partner bei Rochus Mummert und Leiter der Studie. „Eine unternehmensübergreifende Digitalstrategie haben nur knapp 40 Prozent der befragten Einrichtungen.“
Elektronische Patientenakte wichtigstes Digitalisierungsinstrument
Dabei sind die Einsatzbereiche für technische Neuerungen gerade im Gesundheitssektor vielfältig. Besonders sinnvoll finden die Studienteilnehmer die Digitalisierung bei der Speicherung von Patientendaten (97 Prozent), bei der medizinischen Diagnostik (86 Prozent) und bei der Steuerung des stationären Behandlungsprozesses.
Als mit Abstand wichtigstes Digitalisierungsthema gilt die Elektronische Patientenakte, das sagen 62 Prozent der Befragten, im Vergleich dazu spielen andere Themen wie Vernetzung mit Dritten, Nutzung mobiler Geräte oder telemedizinische Lösungen nur eine untergeordnete Rolle.


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