Dunkelziffer

Schiedskommission stellt 2090 Arzt-Fehler fest

Ungeachtet aller Anstrengungen für mehr Sicherheit in der Medizin haben Ärzte im vergangenen Jahr bei der Behandlung von Patienten in 2090 Fällen Fehler gemacht.

1695 mal führten diese Behandlungsfehler nach Feststellung von Gutachtern der Ärztekammern zu Schäden und zu Ansprüchen auf Schadenersatz, berichtete die Bundesärztekammer am Donnerstag in Berlin. Dies entsprach in etwa dem Niveau des Vorjahres. Gut zwei Drittel der Fehler passierten erneut in Krankenhäusern.

Die meisten Fehler gab es bei der Implantation von künstlichen Hüft- und Kniegelenken sowie bei der Behandlung von Brustkrebs und Knochenbrüchen. Die Zahl der Patientenbeschwerden bei den Gutachterstellen der Kammern stieg 2008 gegenüber dem Vorjahr von 10 432 auf 10 967 an, also um etwa fünf Prozent. Insgesamt beschwerten sich schätzungsweise 40 000 Patienten bei Kammern, Gerichten, Versicherungen und Krankenkassen. Verbraucherschützer gehen von einer hohen Dunkelziffer ärztlicher Fehler aus.

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