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Neue Asklepios-Studie

Sind Qualitätsberichte der Kliniken für die Tonne?

Das belegen zahlreiche Studien. Daher wurde zur Gewährleistung einer guten Behandlungsqualität auch eine Mindestmengenregelung für bestimmte Indikationen eingeführt – wenn Kliniken Eingriffe nicht oft genug durchführen, dürfen sie diese künftig nicht mehr über die Krankenkasse abrechnen. Diese Zusammenhänge spielen für Patienten offenbar kaum eine Rolle: Sie entscheiden sich lieber für kurze Wege anstatt Erfahrung und Routine.  

Informationen in Qualitätsberichten sind vergebliche Liebesmüh

Angaben zur Anzahl der Komplikationen und zur Häufigkeit der Eingriffe in den Qualitätsberichten der Krankenhäuser geben indirekt Hinweise auf das Risiko einer Behandlung in der jeweiligen Einrichtung.

Ebenfalls enthalten: Ein Überblick über das Diagnose- und Behandlungsspektrum. Doch nur die Hälfte der Deutschen kennt die Qualitätsberichte und nur elf Prozent haben überhaupt jemals einen gelesen. Statt in die aufwändig erstellten Berichte zu schauen, vertrauen die Deutschen lieber ihrem Fach- oder Hausarzt (je 89 Prozent).

„In die Berichte fließen sorgfältig recherchierte wichtige Informationen ein und sie sind zeitaufwändig zu erstellen. Doch dann verschwinden sie ungelesen in der Versenkung. Sie haben kaum Einfluss auf die Entscheidung der Patienten“, sagt Prof. Christoph U. Herborn, Medizinischer Direktor bei Asklepios. „Vielleicht sollten die Vorgaben zur Aufbereitung der Qualitätskriterien vom Gesetzgeber überdacht werden, um attraktiver für Patienten zu sein.“  

Über die Studie

Für die Studie „Kriterien bei der Klinikwahl“ der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA wurden 1000 Bundesbürger ab 18 Jahren im Juli und August 2018 repräsentativ befragt. Zusätzlich wurden 200 Bewohner aus der Metropolregion Hamburg (Stadt Hamburg, Landkreise: Harburg, Stade, Lüneburg, Herzogtum Lauenburg, Stormarn, Pinneberg und Segeberg) einbezogen. Die Befragung fand online durch das Marktforschungsinstitut Toluna statt.

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