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Streik in drei Berliner PflegeheimenAlpenland verweigert Einrichtungen im Ostteil den Tarifvertrag

Drei Pflegeheime im Ostteil Berlins werden ab dem heutigen Donnerstag 6:00 Uhr unbefristet bestreikt.

Bei Alpenland Pflegeheime Berlin GmbH&CoKG sind insgesamt ca. 380 Beschäftigte an mehreren Standorten in Berlin tätig. Die Einrichtungen in West-Berlin und auch die Baden-Württemberger Häuser sind tarifgebunden - den Beschäftigen an den drei Standorten im Ostteil Berlins wird seit Jahren der Anschluss an das Tarifniveau ihrer Westkollegen verweigert. Bereits im Dezember 2010 gab es einen Warnstreik in den Ost-Berliner Einrichtungen. Mit dem unbefristeten Streik wollen die Beschäftigten ihren Arbeitgeber nun dazu bringen, ihre Forderungen zu akzeptieren und einen ordentlichen Tarifvertrag abzuschließen. "Für uns ist es völlig unverständlich, warum Alpenland den Abschluss eines Tarifvertrages blockiert. Schließlich gibt es ein Gerichtsurteil, dass Tarifverträge immer als wirtschaftlich zu betrachten und über die Pflegesätze zu refinanzieren sind", so die ver.di-Verhandlungsführerin Meike Jäger.

Insofern sei es nicht nachvollziehbar, warum für die Beschäftigten in Marzahn-Hellersdorf (Ostteil) nicht ebenso wie für ihre Kolleginnen und Kollegen in Steglitz-Zehlendorf (Westteil) ein Tarifvertrag vereinbart wird. Zum Auftakt des Streiks war die Beteiligung aus der Frühschicht in allen drei Häusern schon gut. Der Spätdienst trifft bei "Schichtwechsel" noch dazu. Die Kolleginnen und Kollegen sind fest entschlossen, das durchzustehen. "Wir haben die Schnauze voll. Wir machen gute Arbeit und wollen dafür gutes Geld" vermittelte ein Streikteilnehmer die Stimmung unter den Kolleginnen und Kollegen. Erste Solidaritätserklärungen kamen gut an bei den Streikenden, die sich den ersten Durchsetzungsstreik in Berliner Pflegeheimen vorgenommen haben.

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