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Pflegeberuf

Laumann plant Pflegekammer für Nordrhein-Westfalen

Gesundheitsminister Karl Josef Laumann hat sich in der vergangenen Woche für eine Pflegeberufkammer in Nordrhein-Westfalen ausgesprochen.

Krankenpfleger mit Patient im Rollstuhl

Foto: Fotolia (Kzenon)

Krankenpfleger mit Patient im Rollstuhl

Gesundheitsminister Karl Josef Laumann plant die Errichtung einer Pflegeberufekammer in Nordrhein-Westfalen. Bisher wurden in Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Niedersachsen bereits Pflegekammern etabliert. Damit wäre Nordrhein-Westfalen wäre das vierte Bundesland, dass eine Pflegeberufkammer einführt.

Durch die Kammer soll das Berufsfeld der Pflege weiterentwickelt und die Pflegenden mit mehr Kompetenzen ausgestattet werden. Das geht aus einem Interview hervor, dass Laumann in der zurückliegenden Woche mit dem Kölner Stadtanzeiger führte. Zunächst soll eine Befragung unter Pflegefachpersonen klären, welche Form der Selbstverwaltung die Pflegenden in Nordrhein-Westfalen überhaupt wollen.

Für den Vorsitzenden des Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Martin Dichter ist diese Frage bereits in anderen Bundesländern beantwortet worden: Pflegende wollen in erster Linie das Gesundheitswesen auf Augenhöhe mit den anderen Heilberufen gestalten. Daher braucht es laut Dichter eine für alle Pflegefachpersonen verbindliche Pflegeberufekammer, auch in Nordrhein-Westfalen. Nur so könne ein Berufsregister für die Planung von Ausbildungs- und Weiterbildungsplätzen geschaffen werden. Dichter sieht ein solches Berufsregister als das Fundament um Lösungen für den grassierenden Pflegefachpersonenmangel zu entwickeln. Daneben kann eine  Berufsordnung von den Pflegenden selbst erarbeitet und gelebt werden.

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