" Prof. Heinz Lohmann, Leiter des Managementkongresses KKR unter dem Dach des Hauptstadtkongresses, überschreibt diese erste KKR-Veranstaltung am 5. Mai mit der Frage: "Unternehmen Gesundheit - Zukunftsmodelle oder Teufelswerk?" Es geht um Ökonomie und Humanität, um Konzentration und Filialisierung, um Kapitalgesellschaften als ambulante Anbieter, um den Arzt als Freiberufler.
Es diskutieren der Gesundheitspolitiker Prof. Dr. Karl Lauterbach, der Gesundheitswirtschaftsexperte Dr. Martin Gleitsmann aus Österreich, Vertreter konfessioneller und privater Krankenhäuser (Prof. Dr. Fokko ter Haseborg und Dr. Christoph Hans Straub), Dr. Bernard Frieling als Repräsentant der ambulanten Medizinanbieter, und Dr. Frank Ulrich Montgomery als Ärztevertreter mit Lohmann über die strukturellen Entwicklungen dieser Branche. Haben wir es hier mit einem normalen Markt zu tun? Wie viel Wettbewerb wollen und brauchen wir? Ist es sinnvoll, dass nur Ärzte im ambulanten Bereich Leistungen anbieten können? Macht es nicht Sinn, den Markt ambulanter Behandlungen auch für Kapitalgesellschaften als Investoren attraktiv zu machen?
"Gesundheit ist kein Unternehmen, sondern ein Zustand", sagt Frank Ulrich Montgomery, Vize-Präsident der Bundesärztekammer und Präsident der Ärztekammer Hamburg. "Und doch verdienen Unternehmen mit der Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit Geld. Das ist weder Teufelswerk noch Zukunftsmodell – sondern einfach Realität." Es sei nichts Unanständiges daran, mit der Krankheit oder Gesundheit anderer Menschen sein Geld zu verdienen – "solange man die Asymmetrie des Verhältnisses zwischen Krankem und Leistungserbringer angemessen berücksichtigt", betont Montgomery. "Der eine sucht Heil(ung) um jeden Preis. Das legitimiert den anderen nicht, jeden Preis für seine Leistung zu verlangen. Soziale Gebundenheit und Verantwortung gelten im Unternehmen Gesundheit mehr als anderswo." Was die anderen zu dieser moralischen Sichtweise sagen, können Sie am Mittwoch, 5. Mai, um 14 Uhr beim Hauptstadtkongress 2010 im ICC Berlin hören.
Gut zwei Stunden danach stellt Dr. Boris Augurzky vom Rheinisch-Westfälischen Institut Essen exklusiv die empirischen Ergebnisse des Krankenhaus Rating Reports 2010 vor: Licht und Schatten – die Zukunft der Krankenhäuser.“ Er und Dr. Sebastian Krolop von der Admed GmbH versuchen die Fragen zu beantworten, wie viel Personal Krankenhäuser eigentlich benötigen und ob gesunde Krankenhäuser auch zufriedene Patienten bedeuten. Mit ihnen diskutieren Ferdinand Rau, Dr. Wulf-Dietrich Leber und Thomas Bublitz. Kongressleiterin Dr. Ingrid Völker moderiert.
Zu den vielen und vielfältigen Themen des Kongresses gehören auch neue Studiengänge für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement, die verschiedene Hochschulen dort vorstellen werden.
Das vollständige Programm finden Sie unter:www.hauptstadtkongress.de


Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!
Jetzt einloggen