Georg Thieme Verlag KG

kma 3/2022Die Zukunft ist weiblich

Die Mehrheit der Beschäftigten im deutschen Gesundheitswesen ist weiblich. Allerdings stoßen Frauen noch immer auf dünne Luft, wenn es darum geht, die Karriereleiter nach oben zu klettern und in Führungspositionen vorzudringen. Ob chefärztlicher Posten, Lehrstuhl oder Klinikleitung – die oberen Etagen im Gesundheitswesen sind nach wie vor männerdominiert. Der Widerstand wird allerdings zunehmend lauter, denn es bilden sich immer mehr Frauennetzwerke, die diesem Missverhältnis geschlossen entgegentreten. In der Märzausgabe der kma beleuchten wir die Hintergründe, Strategien und Ziele dieser Netzwerke zur Frauenförderung im Gesundheitswesen. Zudem berichten wir über das Labor der Asklepios Klinik Bad Oldesloe, welches nachts und am Wochenende komplett von zwei Robotern betrieben wird. Wir haben uns außerdem das Thema Krankenhausinfektionen vorgenommen, denn obwohl die Kliniken in der Pandemie einen strikten Hygienekurs gefahren haben, ist die Zahl jener nosokomialen Infektionen gestiegen.

kma Ausgabe 3/2022
Thieme Group

Dr. med. Christiane Groß setzt sich als Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes für die Gleichstellung von Frauen im Gesundheitswesen ein. Im kma-Interview berichtet sie, warum Frauen dort noch immer unterrepräsentiert sind, wieso sie selbst einst als Quotenfrau in die Gesundheitspolitik gestartet ist und warum sie für Parität plädiert. „Was mich heute wirklich ärgert ist diese rigorose Handhabe, dass Frauen raus sind, sobald sie schwanger werden“, beklagt die Fachärztin für Allgemeinmedizin.

Kollege Roboter

Den Laboren in Deutschland fehlt es zunehmend an Personal. Das Labor der Asklepios Klinik Bad Oldesloe im schleswig-holsteinischen Landkreis Stormarn geht deshalb neue Wege. Nacht für Nacht übernehmen hier zwei Roboter und betreiben autonom ein komplettes Basislabor für klinische Chemie, Immunologie, Gerinnungsanalytik und Hämatologie. Menschliche Kollegen brauchen sie dabei nicht. Davon könnten schon bald weitere Häuser der Klinikgruppe profitieren: „Die Robotertechnologie hat das Potenzial, an vielen Klinikstandorten bundesweit zum Einsatz zu kommen“, verrät Asklepios‘ Chief Medical Officer Prof. Dr. Christoph U. Herborn.

Krankenhauskeime im Schatten von Corona

Sars-CoV-2 hat in der Pandemie die mediale Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Dabei haben nosokomiale Infektionen mit den herkömmlichen Erregern zu Beginn der Pandemie noch zugenommen – obwohl die Häuser in der Pandemie einen strikten Hygienekurs fahren. Zudem können auch Coronaviren jene Infektionen hervorrufen. Deren Ursachen sind, neben der Überforderung des Klinikpersonals, oft durch mangelnde Schutzausrüstung und einer fehlenden räumlichen Trennung der Patienten begründet.

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