Georg Thieme Verlag KG

kma 12/2021Sicherheitskultur

Fehler passieren, können aber  im Gesundheitswesen gravierende Folgen haben. Damit sie sich nicht wiederholen, ist es wichtig, sie nicht zu verschweigen, sondern daraus zu lernen. „Die Möglichkeit des anonymen Meldens von Ereignissen nimmt die Furcht vor Sanktionen und erhöht so die Bereitschaft und die Wahrscheinlichkeit, offen über kritische Ereignisse zu berichten. Dies fördert die Weiterentwicklung der Sicherheitskultur im Krankenhaus“, betont die Bundesärztekammer.

Die kma-Dezemberausgabe widmet sich der Frage, wie weit Krankenhäuser in Deutschland tatsächlich auf dem Weg zur offenen Sicherheitskultur sind. Wir haben mit Klinikärzten darüber gesprochen, ob sie in ihrem Berufsalltag eine Rolle spielt – und was sich für sie ändern müsste. Zudem widmen wir uns dem Thema Pflegebudgets, der Dauerbaustelle im Gesundheitswesen. Schließlich ist der schwelende Streit um ein angemessenes Personalbemessungsinstrument auch mit den zwei neuen Bereichen für Untergrenzen noch längst nicht beigelegt.

kma Ausgabe 12/2021
Thieme Group

Umgang mit Fehlern

Woran hapert es in deutschen Krankenhäusern, wenn es um die Vermeidung beziehungsweise die Aufarbeitung von Fehlern im Klinikalltag geht? Dr. Ruth Hecker, Vorsitzende des Aktionsbündnisses Patientensicherheit, ordnet im Gespräch mit kma das Thema ein und zeigt, wo und warum hier unbedingt Handlungsbedarf besteht. „Die Sicherheitskultur ist längst nicht dort, wo sie sein sollte“, stellt sie fest.

Patient Pflege

Die Verhandlungen zwischen Krankenkassen und Kliniken haben sich durch die Herausnahme der Pflegekosten aus den DRGs grundlegend geändert. Das zähe Ringen um die Stellschrauben des Pflegebudgets zeigt, wie wichtig das Vorjahresbudget für beide Seiten ist. Vielerorts gibt es noch keine Einigung für 2020. Aber auch an anderen Stellen hakt es. „Wir müssen endlich ein Zeichen setzen und eine Pflegepersonalregelung einführen, mit der der Bedarf an pflegerischer Leistung im Krankenhaus gemessen werden kann. Dafür haben wir nicht weitere fünf Jahre Zeit“, mahnt Christine Vogler, die Präsidentin des Deutschen Pflegerates (DPR).

Finanzlage der Unikliniken

Die deutschen Unikliniken haben 2020 ein deftiges Minus von 544 Millionen Euro eingefahren. „Es gibt kein Land in Europa, das seine Unikliniken so schlecht behandelt wie Deutschland. In allen anderen Ländern in Europa haben die Unikliniken einen höheren Satz als jedes normale, andere Krankenhaus“, bemängelt Prof. Jens Scholz, der Präsident des Verbandes der Universitätskliniken Deutschlands (VUD).  Im Interview spricht er über die großen Belastungen durch Corona, auseinanderdriftende Kosten und Erlöse – und warum das Minus der Unikliniken in 2021 noch höher ausfallen könnte als im Vorjahr.

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