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kma Umfrage zur Krankenhaus-IT der Zukunft

Teil 2: Keine Wartezeiten, keine unnötigen Wege

Zum conhIT-Jubiläum baten wir Führungskräfte aus Unternehmen und Kliniken einen Blick in die Kristallkugel zu werfen und uns zu verraten, wie die Krankenhaus-IT der Zukunft aussieht. Lesen Sie jetzt hier Teil 2 der Serie.

Krankenhaus-IT der Zukunft

Foto: kma Montage

Kurt Marquardt, Konzernbereichsleiter IT, Rhön-Klinikum AG:
„Das Krankenhaus 4.0 kann auf leistungsstarke Archive, die langfristig Sicherheit in Bezug auf erhobene Daten sowie ein breites Funktionsspektrum für Nutzer bieten, nicht verzichten: Sie sind für eine effiziente Prozessunterstützung in der Krankenversorgung unabdingbar. Zudem wird „Cognitive Computing“ rasant an Bedeutung gewinnen. Mit dem Einsatz von kognitiven IT-Lösungen wird es möglich sein, die Anamnese, Diagnose und auch Therapie auf eine neue Exzellenzstufe zu heben. Das bringt wesentliche Vorteile für die Patienten. Bereits im vergangenen Jahr hat die Rhön-Klinikum AG am Universitätsklinikum Marburg eine hochleistungsfähige Cognitive Computing-Umgebung erfolgreich erprobt – ein Ausnahmeprojekt auf diesem Gebiet in Europa.“


Andreas Kassner, Strategy und Innovation Manager D-A-CH, 3M Health Information Systems:
„Krankenhäuser werden sich in Zukunft noch bewusster am Aspekt Patient Outcome orientieren, also daran, wie ihre Leistungen beim Patienten ankommen. Die Messung der Behandlungsqualität und der Vergleich mit anderen rücken stärker in den Fokus der Krankenkassen und der Öffentlichkeit. Dabei muss das Qualitäts-Management ökonomisch sinnvoll sein. Ein solches Spagat ist nicht leistbar ohne intelligente IT-Lösungen, die Management-Entscheidungen anhand von qualitätsrelevanten Daten und solchen aus der Finanzwelt unterstützen können. Maßgeblich für diese Entwicklung sind ein datenschutzrechtlich konformer Zugang zu Daten aus möglichst allen Prozessen und offene Schnittstellen.“


Peter Herrmann, Vorsitzender Geschäftsführer, i-Solutions Health GmbH:
„Der Patient sucht die bestbewerteten Kliniken für seinen Aufenthalt aus, Terminierung und Aufnahme in die gewählte Klinik erfolgt per Online-Check-In. Patienten-, Versicherten- und Behandlungsdaten sind in Echtzeit in einer universellen Patientenakte verfügbar, auf die der Patient und alle von ihm ermächtigten Personen zugreifen. Die Gesundheitsdienstleister seiner Region sind vernetzt, auch mit seiner Krankenversicherung. Er profitiert von internationalem ärztlichem Know-how, das mittels Big Data überall verfügbar ist, und von neuen Diagnosemethoden, die die Behandlung nicht heilbarer Krankheiten revolutionieren. Medizinische Ergebnisqualität ist transparent und messbar, die Digitalisierung rückt den Patienten in den Mittelpunkt. Doch nicht alle Patienten und Ärzte werden die neuen Möglichkeiten ausschöpfen können.“

 

Markus Horneber, Vorstandsvorsitzender, Agaplesion gAG    
„Die Krankenhäuser, die bis dahin überlebt haben, sind papierlos. Im Krankenhaus sind alle patientenrelevanten Informationen in Real Time vollständig elektronisch verfügbar. Es gibt neue Wettbewerber aus anderen Branchen. Virtual Reality und Künstliche Intelligenz haben die Behandlungsstrategie revolutioniert. Big-Data-Analysen bewirken in Ergänzung zum ärztlichen Wissen eine signifikant gestiegene Behandlungsqualität. Durch Echtzeitdatenerfassung und -verarbeitung sind Abläufe smart und patientenzentriert: Keine Wartezeiten, keine unnötigen Wege und volle Transparenz. Es gibt genügend Zeit für persönliche Kommunikation und wertschätzende Begleitung der Patienten. Die Grenzen zwischen ambulant und stationär sind aufgehoben. Eine nahtlose Kommunikation aller am Behandlungsprozess Beteiligten bewirkt Sicherheit und Qualität bei vertretbarem Aufwand.“

 

Weitere interessante Zukunftsvisionen finden Sie in Teil 1 der Serie.

Teil 3 der Serie lesen Sie nächste Woche hier in der Themenwelt conhIT!

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