Dialog

Kommunikation als Erfolgsfaktor in Konsolidierungsprozessen

Wer als Geschäftsführer einer Klinik einen Konsolidierungsprozess zu meistern hat, kann sich auf heftigen Gegenwind gefasst machen.

Kerstin Endele, Endele PR

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Kerstin Endele ist Expertin für Klinik- und Krisenkommunikation. Nebenbei betreibt sie mit der PR-Ambulanz (www.pr-ambulanz.com) einen der größten Blogs zur Klinikkommunikation in Deutschland.

Kommunikation

Foto: Fotolia (mikiekwoods)

Zukunftskonzepte in Krankenhäusern sind meist mit Profilschärfungen und Konzentrationsprozessen verbunden. Abteilungen oder ganze Standorte werden geschlossen. Das schlägt natürlich hohe Wellen. Bürger und Bürgerinnen sorgen sich, dass ihre ärztliche Versorgung gefährdet sein könnte. Mitarbeiter fragen sich, wo sie in Zukunft arbeiten werden. Veränderungen machen erst einmal Angst und man kann ihnen nur mit möglichst großer Transparenz begegnen. Wichtig ist es daher, den Dialog zu suchen: auf Bürgerveranstaltungen, bei Mitarbeiterversammlungen und bei zahlreichen Pressegesprächen.

Gerade kommunale Häuser brauchen auch den Rückhalt in der Politik, um Sanierungskonzepte umsetzen zu können. Kliniken müssen daher ihre Stakeholder kennen, deren Handlungsmotive begreifen und entsprechend dieser Bedürfnisse mit ihnen in den Dialog gehen. Einzelgespräche werden geführt; Konzepte in politischen Gremien diskutiert. Hintergrundpapiere werden vorbereitet; Anfragen aus der Politik beantwortet. Die häufig sehr komplexen wirtschaftlichen und medizinischen Sachverhalte müssen verständlich aufbereitet werden.

Strategische, gut gemachte Kommunikation ist  einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren, wenn man als Klinikunternehmen eine wirtschaftliche und medizinische Neuausrichtung vor sich hat. Nur wer mit seinen Stakeholdern, in der Politik, bei den Krankenhausplanungsbehörden, aber auch und besonders bei den Bürgern und den eigenen Mitarbeitern einen möglichst breiten Konsens erzielt, wird ein solches Konzept erfolgreich umsetzen können.

Ein solcher Prozess ähnelt der Krisenkommunikation. Aber: Man kann sich besser vorbereiten und auch strategischer agieren. Das ist eine Chance, die man als Geschäftsführung in einer Klinik nicht vergeben sollte.

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