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Moderne Delir-Prävention auf Intensivstationen mit VitalSky von PhilipsAls erstes Krankenhaus weltweit setzt das Marien-Hospital Wesel auf nicht-pharmakologische Delir-Prävention mit personalisierter Lichttherapie

Nicht-pharmakologische Ansätze zur Delir-Prävention auf Intensivstationen finden zunehmend ihren Weg in die Praxis. Ein Bestandteil für die Vermeidung von Delir ist der Einsatz von Licht, das, zirkadian-wirksam eingesetzt, eine wichtige Rolle bei der Genesung des Patienten spielen kann.

Die Lichttherapielösung VitalSky wird als Deckenkonstruktion über dem Patientenbett montiert und bildet einen natürlichen Tag- und Nachtrhythmus nach.

Das Marien-Hospital Wesel ist das erste Krankenhaus weltweit, das nicht-pharmakologische Delir-Prävention mit personalisierter Lichttherapie einsetzt.

Mit der Lichttherapielösung VitalSky lässt sich solch ein natürlicher Tag- und Nachtrhythmus nachbilden. Als Teil eines multimodalen Konzeptes wurde der Lichthimmel als Deckenkonstruktion über dem Patientenbett montiert und wird nun seit Kurzem auf der Intensivstation im Marien-Hospital Wesel für die Delir-Prävention genutzt.

„Die Lichttherapie hilft uns bei der Vermeidung von Delir“, erklärt Dr. med. Marc Achilles, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Marien-Hospitals Wesel. „Sie ist aber nur eine Komponente unseres Ansatzes. Damit unsere Patienten möglichst schnell genesen können, braucht es darüber hinaus eine umsichtige Medikation und Ruhe in der Nacht“, so Achilles weiter. Insbesondere bei der Reduktion von Geräuschen bestehe weiteres Potenzial zur Stressminimierung für den Patienten. So würden beispielsweise Alarme nach außen geleitet und seien im Patientenzimmer nicht zu hören. Seit diesem Sommer erfolgt auf der Intensivstation im Marien-Hospital Wesel das Delir-Screening nach den S3-Leitlinien1. Dem vorausgegangen war eine konsequente Veränderung der Prozesse, Schulung des Teams und die technische Neugestaltung der Station.

Ambience Analysis: Licht- und Geräuschwahrnehmung aus Patientensicht

Als Teil der Umstellung auf das Leitlinien-konforme Delir-Screening wurde in Wesel eine Analyse der Licht- und Geräuschlast auf die Intensivpatienten durchgeführt. Dieses Quickscan ist ein Schlüsselelement des multimodalen Ansatzes VitalMinds von Philips zur Verbesserung der Delir-Prävention. Rund um die Uhr messen Licht- und Soundsensoren über einen Zeitraum von vier Wochen die Lichtintensität und das Geräuschlevel in Patientenzimmern und angrenzenden Fluren. In der folgenden Analysephase werden die Messdaten mit Informationen über die tägliche Arbeitsroutine und den definierten Abläufen kombiniert und ausgewertet.

Ergebnis ist ein faktenbasierter Überblick über die tatsächlichen Licht- und Geräuschbedingungen der Patientenumgebung auf der Intensivstation. Diese fließen in einen Abschlussreport ein, der neben den Analysedaten auch Verbesserungsmöglichkeiten mit entsprechenden Handlungsempfehlungen für die Umsetzung beinhaltet. „Die Analyse schafft Fakten und hilft dabei, ein besseres Bewusstsein dafür zu schaffen, dass der Einsatz von Licht und eine geräuscharme Patientenumgebung zum Wohlbefinden und zur Regeneration der Patienten beitragen können“, fasst Marcus Bataryk, Business Group Manager Monitoring, Analytics und Therapeutic Care der Philips GmbH Market DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz) zusammen. „Darüber hinaus kann diese Messung auch als Basis dienen, um den Weg für eine kontinuierliche Verbesserung der Delir-Prävention zu ebnen“, so Bataryk. Der gesamte Analyseprozess dauert von der Installation der Messinstrumente bis zum Bericht zehn Wochen und kann in geeigneten Abständen wiederholt werden, um die Entwicklung zu dokumentieren.

Mehr über VitalSky erfahren Sie hier.
Mehr über VitalMinds erfahren Sie hier.

1 S3-Leitlinie Analgesie, Sedierung und Delir-Management in der Intensivmedizin (DAS-Leitlinie 2015), http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/001-012.html

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