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Philips vernetzt Daten, Technologien und Menschen

Die Medizin macht täglich Fortschritte. Damit steigen auch die Anforderungen. Gefragt sind neue Wege der Zusammenarbeit. Bei Philips entwickeln wir integrierte Lösungen, die Menschen, Technologien und Daten zusammenbringen.

Gemeinsam mit Kunden und Partnern treiben wir Innovationen im Gesundheitssystem voran. Denn Gesundheit hört nicht an Abteilungs- oder Sektorengrenzen auf. Das muss auch für die Versorgung gelten.

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kma Klinik Management aktuell im Gespräch mit Philips

Interview mit Gerrit Schick, Business Group Manager Healthcare Informatics Solutions and Services: Digitalisierung verbessert Effizienz und Zusammenarbeit

Vernetzung und Medizin 4.0 sind viel gehörte Schlagworte. Doch wie steht es um die Digitalisierung in Krankenhäusern und wie lassen sich entsprechende Lösungen optimal nutzen? Laut Philips liegt der Schlüssel in der Interoperabilität der Systeme und der Etablierung effizienter Workflows.

Gerrit Schick, Business Group Manager Healthcare Informatics Solutions and Services.

Digitales Arbeiten ermöglichen: Acht Krankenhäuser, die Tasy verwenden, haben den EMRAM Level 6 erreicht. Ein Haus hat die Level 7 Zertifizierung abgeschlossen.

Für Philips ist die Digitalisierung im Krankenhaus Anstoß, eingefahrene Prozesse zu überdenken und neu aufzusetzen.

Herr Schick, warum ist Digitalisierung für Krankenhäuser ein so wichtiges Thema?

Digitalisierung ist im Krankenhaus-Umfeld gerade in den letzten Jahren eher vernachlässigt worden. Allerdings ist der finanzielle Druck groß und wird sich in Zukunft weiter erhöhen. Viele Effizienzmaßnahmen sind inzwischen ausgeschöpft. So greifen viele Häuser bei Sekundärleistungen wie Wäscherei oder die Küche mittlerweile auf Partner zurück. Einem Krankenhaus, das seine Hausaufgaben gemacht hat, bleibt ein wesentlicher Hebel um Effizienzpotenziale zu heben: Die Digitalisierung der klinischen Prozesse.

Es gibt aber doch seit vielen Jahren Informationssysteme in Krankenhäusern?

Das ist richtig. Mit der Einführung des DRG-Systems sind in allen Häusern Krankenhausinformationssysteme eingeführt worden. Jedoch handelte es sich dabei in erster Linie um Abrechnungssysteme, die nach und nach um Funktionen erweitert wurden. Heute brauchen Krankenhäuser digitale Lösungen, die klinische Prozesse abbilden. Deshalb bringen wir mit Tasy ein Krankenhausinformationssystem nach Deutschland, das konsequent um die elektronische Patientenakte herum entwickelt wurde. So stehen klinische und patientenbezogene Informationen im Mittelpunkt.

Welche Vorteile bringt das für Krankenhäuser?

Kunden, die sich für unser System entscheiden, können ihr Haus voll digitalisieren. Auf internationaler Ebene haben bereits acht Krankenhäuser, die Tasy verwenden, den EMRAM Level 6 erreicht. Ein Haus hat kürzlich erfolgreich die Level 7 Zertifizierung abgeschlossen. Mit Tasy ist also ein wirklich digitales Arbeiten möglich. Dies beinhaltet zum Beispiel eine vollständige klinische Dokumentation sowie Funktionalitäten zur Stärkung der Patientensicherheit wie etwa die Closed-Loop-Medikation. Aber Tasy ist ja nicht die einzige digitale Lösung von Philips. Unsere klinischen Informationssysteme sind seit vielen Jahren wichtiger Bestandteil der IT-Infrastruktur von Krankenhäusern.

Man kennt Philips als Medizintechnikunternehmen. Warum der Fokus auf IT?

Die Medizintechnik ist und bleibt ein wichtiger Kernbereich bei Philips. Innovative Geräte alleine reichen aber nicht aus. In einem anspruchsvollen Marktumfeld kommt es darauf an, einen echten Mehrwert zu bieten. Ein intelligentes Datenmanagement ist dabei zentraler Treiber für Effizienz und Qualität. Darum liegt bereits seit einigen Jahren ein großer Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt von Philips im Bereich Healthcare IT. Hinzu kommen gezielte Akquisitionen. Gerade wenn es darum geht, Krankenhäusern bedarfsgerechte und zielgerichtete Lösungen anzubieten, ist die IT unverzichtbares Bindeglied für den Austausch von Informationen, interdisziplinäres Arbeiten und Vernetzung.

Welche Software und IT-Lösungen bietet Philips denn an?

Einige unserer IT-Lösungen haben einen engen Bezug zur Medizintechnik, wie zum Beispiel unsere IntelliSpace-Systeme zur Bildarchivierung und Bildnachverarbeitung in der Radiologie oder auch die klinischen Informationssysteme in der Kardiologie und der Intensivmedizin. Sehr spannend ist auch die Onkologie. Hier arbeiten wir an einer Lösung, die Informationen aus Radiologie, Pathologie, Genomik und Patientenakte zusammenbringt und onkologisch tätige Ärzte in der Therapieplanung unterstützt. Hinzu kommen eHealth-Lösungen zur Vernetzung von Leistungserbringern und Patienten wie unser Patientenportal, die elektronische Gesundheitsakte oder klassische Telemedizinanwendungen. Wir haben also ein wirklich breites Portfolio, das digitales Arbeiten über Abteilungs- und Standortgrenzen hinaus ermöglicht und gleichzeitig Schnittstellen für die Vernetzung mit Patienten und Leistungserbringern im niedergelassenen Bereich bietet.

Wie kann Digitalisierung Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit von Krankenhäusern steigern?

Gut gemachte Digitalisierung im Krankenhaus ist Anstoß, eingefahrene Prozesse zu überdenken und neu aufzusetzen. In digitalen Workflows stehen alle relevanten Informationen allen Behandlern jederzeit zur Verfügung. Damit steigert die Digitalisierung nicht nur die Effizienz sondern auch die Qualität. Wenn Sie zum Beispiel ein PACS System in der Radiologie über verschiedene Standorte eines Klinikums etablieren und dieses durch eine zentrale Bildnachverarbeitung ergänzen, dann wird ein flexibles, standortübergreifendes Arbeiten möglich. Tele-Intensivmedizin und digitale Pathologie ermöglichen eine effiziente, standortunabhängige Nutzung von Ressourcen und Expertisen. Aber auch die Interaktion mit Patienten wird immer wichtiger. In Patient Reported Outcome Measurements auf einem Patientenportal erhalten Krankenhäuser direktes Feedback von ihren Patienten.

Was ist die größte Herausforderung, vor der Krankenhäuser in Sachen IT heute stehen?

Zentrales Thema bei der Digitalisierung im Krankenhaus ist die Interoperabilität, denn kein Krankenhaus arbeitet in einem rein monolithischen IT-Umfeld. Selbst modernste Krankenhausinformationssysteme erfüllen nicht alle Spezialanforderungen. Um einen optimalen Informationsfluss sicherzustellen und Medienbrüche zu vermeiden, bedarf es einer Systemlandschaft, in die Spezialsysteme problemlos einbezogen werden können. Geschlossene, proprietäre Systeme mit Schnittstellen, die nur schwer oder teuer zu bedienen sind, stehen dem wirtschaftlichen Erfolg von Krankenhäusern im Weg.

Wie stellt Philips Interoperabilität von ITSystemen sicher?

Bei Philips arbeiten wir grundsätzlich mit offenen, auf Standards beruhenden Schnittstellen. Deshalb lassen sich unsere Systeme einfach in die existierende IT-Infrastruktur eines Krankenhauses einbinden. Für unsere eigenen Lösungen streben wir zudem eine tiefere Integration an. Bei der herstellerunabhängigen Verarbeitung von Daten aus unterschiedlichen Systemen setzen wir auf den international etablierten IHE Standard, der zukünftig eine entscheidende Rolle beim Informationsaustausch im Gesundheitswesen spielen wird. Mit der Firma Forcare haben wir einen der führenden Interoperabilitätsprovider akquiriert und bauen unsere Kompetenz in diesem Bereich weiter aus. Philips ist also sehr gut aufgestellt, um eine digitale patientenzentrierte Versorgung im Krankenhaus und darüber hinaus mitzugestalten.

Mehr Informationen dazu, wie Philips Daten, Thechnologien und Menschen vernetzt, finden Sie unter philips.de/grenzenlos.

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