Philips GmbH Market DACH

Philips vernetzt Daten, Technologien und Menschen

Die Medizin macht täglich Fortschritte. Damit steigen auch die Anforderungen. Gefragt sind neue Wege der Zusammenarbeit. Bei Philips entwickeln wir integrierte Lösungen, die Menschen, Technologien und Daten zusammenbringen.

Gemeinsam mit Kunden und Partnern treiben wir Innovationen im Gesundheitssystem voran. Denn Gesundheit hört nicht an Abteilungs- oder Sektorengrenzen auf. Das muss auch für die Versorgung gelten.

philips.de/grenzenlos

kma Klinik Management aktuell im Gespräch mit Philips

Interview mit Heiko Borwieck, Health Systems Leader Deutschland: Wettbewerbsvorteile durch strategische Partnerschaften

Patientenzahlen steigen, Budgets und Personal sind begrenzt, der Wettbewerb ist in vielen Regionen hart. Damit werden die Managementaufgaben im Krankenhaus komplexer. Laut Heiko Borwieck, Health Systems Leader Deutschland, Philips GmbH Market DACH, profitieren Krankenhäuser von einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der Industrie.

Heiko Borwieck, Health Systems Leader Deutschland.

Eine enge Kooperation von Versorgern und Industrie steigert Effizienz, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit.

Innovationen als Hebel für Effizienz: In Nieuwegein konnte die Prozedurzeit mit Azurion im Schnitt um 17 Prozent reduziert werden.

Herr Borwieck, warum brauchen Krankenhäuser strategische Partnerschaften?

Krankenhäuser bewegen sich in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Sie müssen mit dem medizinischen Fortschritt mithalten, im Wettbewerb mit anderen Häusern bestehen, Mitarbeitern einen attraktiven Arbeitsplatz bieten und Zuweiser an sich binden. Dabei gilt es wirtschaftlich zu arbeiten und höchste Qualität in der Patientenversorgung sicherzustellen. Gleichzeitig sind personelle und finanzielle Ressourcen knapp. In diesem Setting ist es wichtig, Effizienzreserven zu heben, um die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. In strategischen Partnerschaften können Krankenhäuser auf externe Kompetenzen zurückgreifen und neben der Infrastruktur auch die Prozesse optimieren.

Wie muss man sich eine solche Zusammenarbeit vorstellen?

Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft übernimmt Philips teilweise oder hauptverantwortlich Aufgaben, die bislang durch das Krankenhaus selbst abgedeckt wurden. Wir unterstützen unsere Partnerhäuser in Planung, Bereitstellung, Management sowie der Instandhaltung von Medizintechnik und IT. Außerdem schauen Beraterteams unserer Abteilung Healthcare Transformation Services (HTS) auf Strukturen und Prozesse. Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wir dann Konzepte, um Qualität, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Bei Bedarf helfen wir auch bei der Erstellung eines Businessplans für eine Fachabteilung. Eine strategische Partnerschaft kann sich auf bestimmte Bereiche wie die Kardiologie, die Radiologie oder die Intensivmedizin beziehen. Sie kann aber auch die Medizintechnik für ein ganzes Haus abdecken oder die schlüsselfertige Planung und Einrichtung von Funktionsbereichen beinhalten.

Welche Effekte lassen sich in strategischen Partnerschaften erzielen?

Über einen gut strukturierten Gerätepark in der Medizintechnik lassen sich die Gesamtbetriebskosten – Total Cost of Ownership – reduzieren. Durch insgesamt weniger Geräte, die dafür flexibler und effizienter genutzt werden, ergibt sich schnell ein erhebliches Einsparpotenzial. Die Vorteile eines standardisierten Geräteparks liegen auf der Hand: Wenn alle Mitarbeiter mit gleichen oder ähnlichen Technologien arbeiten, können sie diese auch optimal einsetzen. Gleichzeitig reduziert sich der Trainingsaufwand und die Wartungskosten pro Gerät sinken. Zubehör kann flexibler und abteilungsübergreifend genutzt werden. Über eine typische Laufzeit von 5–10 Jahren stellen wir durch die Integration von kontinuierlichen Updates, Service- und Schulungsleistungen außerdem sicher, dass die Medizintechnik immer auf dem aktuellen Stand ist. Die Technikinfrastruktur und die Investitionskosten sind aber nur die eine Seite. Immenses Potenzial liegt in der Standardisierung und Optimierung von Prozessen, hierfür bieten wir Krankenhäusern dezidierte Beratungsleistungen an.

Philips setzt also auf Beratung. Entfernen Sie sich vom eigentlichen Kerngeschäft?

Genau das Gegenteil ist der Fall. Mit unserer 100-jährigen Erfahrung im Bereich Medizintechnik verfügen wir über eine umfangreiche Expertise in wichtigen Funktionsbereichen des Krankenhauses. Wir sehen aber auch, dass wir – genau wie unsere Kunden – in den klassischen Einkaufsstrukturen an Grenzen stoßen. Früher hat es ausgereicht, wenn ein CT schneller gedreht hat, ein Detektor über mehr Zeilen verfügte oder sich beim MR die Zahl der Übertragungskanäle verdoppelt hat. Heute sind Lösungen gefragt, die einen Mehrwert bieten und die Qualität und die Effizienz der Versorgung erhöhen. Gerade weil wir diesen Bedarf in unserem Kerngeschäft erkannt haben, machen wir den Schritt vom Produkthersteller zum Lösungsanbieter. Dafür gilt: Wer im Krankenhaus Lösungen anbieten will, muss die Prozesse verstehen, in denen Leistungen erbracht werden.

Das heißt, effiziente Prozesse sind wichtiger als innovative Geräte?

Besonders spannend wird es natürlich, wenn technische Innovationen die Voraussetzung für effizientere Workflows und Prozessinnovationen schaffen. Neue Technologien wie die spektrale CT-Bildgebung von Philips vermeiden Wiederholungsuntersuchungen und können die laufenden Kosten für Kontrastmittel reduzieren. In der Magnetresonanztomographie reduziert unsere Compressed SENSE-Technologie die Untersuchungszeit um bis zu 50 Prozent. In einer Studie des Krankenhauses Nieuwegein in den Niederlanden konnte mit unserer Angiographie-Plattform Azurion und entsprechend angepassten Abläufen die durchschnittliche Prozedurzeit um 17 Prozent verringert werden. Dort kann ein zusätzlicher Patient pro Tag behandelt werden. Solche Erfolge lassen sich jedoch nur erzielen, wenn wir gemeinsam mit dem Kunden die aktuellen Prozesse analysieren und ganz genau auf das jeweilige Marktumfeld und konkreten Bedarf schauen. Auf dieser Basis ist es möglich, mit dem Management des Krankenhauses ein zukunftsfähiges Optimierungskonzept zu erarbeiten, das auf die individuelle Situation zugeschnitten ist.
 
Wie stellen Sie sicher, dass ein solches Optimierungskonzept umgesetzt wird?

Das ist ein sehr guter Punkt. Das schönste Konzept nützt wenig, wenn es nicht umgesetzt oder die notwendigen Veränderungen nicht nachgehalten werden. Deshalb fängt in einer strategischen Partnerschaft die eigentliche Arbeit nach der Beratung erst an. Über die gesamte Laufzeit sind wir mit eigenen Projektmanagern vor Ort, die auf Basis der vorab definierten Ziele und ermittelter Kennzahlen kontinuierlich an der Realisierung der Prozessverbesserungen arbeiten. Das ist einer der größten Vorteile im Vergleich zu klassischen Beratungsunternehmen.

Lässt Philips sich denn an dem Erfolg dieser Maßnahmen messen?

Ja, wir lassen uns am Erfolg unserer Konzepte messen und beteiligen uns in strategischen Partnerschaften auch am Risiko, das unsere Kunden mit Investitionen und Prozessumstellungen eingehen. Das spiegelt sich in einem erfolgsabhängigen Vergütungsmodell wider. Das heißt, wir verzichten auf Einnahmen, wenn die von uns vorgeschlagenen Maßnahmen und eingesetzten Innovationen keinen Effekt zeigen. Dieses Prinzip lässt sich zum Beispiel auf die Reduktion von Kontrastmitteln, die durchschnittlichen Untersuchungszeiten in der Radiologie oder den Patientendurchsatz im Katheterlabor anwenden. Aus den bisher üblichen Lieferantenbeziehungen wird so eine echte Partnerschaft, bei der das Erreichen der gesteckten Ziele für beide Seiten ein wirtschaftlicher Erfolg ist.

Mehr Informationen dazu, wie Philips Daten, Technologien und Menschen vernetzt, finden Sie unter philips.de/grenzenlos.

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