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Philips vernetzt Daten, Technologien und Menschen

Die Medizin macht täglich Fortschritte. Damit steigen auch die Anforderungen. Gefragt sind neue Wege der Zusammenarbeit. Bei Philips entwickeln wir integrierte Lösungen, die Menschen, Technologien und Daten zusammenbringen.

Gemeinsam mit Kunden und Partnern treiben wir Innovationen im Gesundheitssystem voran. Denn Gesundheit hört nicht an Abteilungs- oder Sektorengrenzen auf. Das muss auch für die Versorgung gelten.

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kma Klinik Management aktuell im Gespräch mit Philips

Interview mit Thomas Pichote, Sales and Business Development Manager Cardiology: Herzmedizin: Innovation umsetzen, Wettbewerbsfähigkeit erhalten

Die Herz-Kreislauf-Medizin ist hoch dynamisch, aber auch sehr wettbewerbsintensiv. Für Thomas Pichote, Sales and Business Development Manager Cardiology bei Philips, sind Krankenhäuser in der Bringschuld: Nur wer höchste Qualität und ein positives Patientenerlebnis bietet und erfolgreich für Mitarbeiterzufriedenheit sorgt, wird im Wettbewerb bestehen.

Thomas Pichote, Sales and Business Development Manager Cardiology

Ein positives Patientenerlebnis ist ein relevanter Faktor zur Verbesserung von Patientenzufriedenheit und Versorgungsqualität.

Individuelle, bedarfsgerechte Planung und Machbarkeitsanalysen ermöglichen effiziente Abläufe im Katheterlabor.

Herr Pichote, wie entwickelt sich die kardiovaskuläre Versorgung in Deutschland?

Die kardiovaskuläre Versorgung ist nach wie vor ein hoch profitabler Bereich, wobei hier differenziert werden muss. Es gibt einen sehr großen Sektor der Standardversorgung, vor allem Patienten mit koronarer Herzerkrankung. Der Deutsche Herzbericht geht für das Jahr 2016 von knapp 900 000  Linksherzkatheteruntersuchungen (LHK) und knapp 380 000 perkutanen Interventionen (PCI) aus. Insgesamt ist das ein Bestandsmarkt, in dem die Vergütungssituation trotz der jüngsten DRG-Anpassungen noch immer recht gut ist. Dem steht ein sehr dynamisches Segment mit hoch innovativen Therapien gegenüber, etwa bei Herzklappen oder in der Elektrophysiologie. Dieses Segment ist kleiner, wächst aber stark und wird deswegen zunehmend interessant.

Wie sollten sich Krankenhäuser in diesem Umfeld positionieren?

Interventionelle Kardiologien benötigen Prozessoptimierungen, um die sinkenden Margen in der Standardversorgung zu kompensieren. Zum anderen kann über eine Ausweitung des Angebots in Richtung innovativer Therapien nachgedacht werden. Hier ist eine genaue Analyse erforderlich: Gibt es Wettbewerber? Sind die passenden Ärzte vorhanden? Neben Fragen, die Effizienz und Angebotsspektrum betreffen, sollten sich Krankenhäuser unbedingt auch Gedanken darüber machen, wie attraktiv sie für Patienten und Mitarbeiter sind. In Zeiten des Fachkräftemangels wird gerade die Mitarbeiterzufriedenheit zum vielleicht wichtigsten Kriterium für den Erfolg einer herzmedizinischen Abteilung.

Wie kann Philips die Krankenhäuser bei diesen Themen unterstützen?

Philips ist in Deutschland der stärkste Partner im Bereich Kardiologie. Was uns auszeichnet, ist das breite Portfolio an Investitionsgütern, etwa die Therapie-Plattform Azurion, außerdem die darauf abgestimmten kardiovaskulären IT-Lösungen. Philips ist jedoch auf dem Weg zu einem kompletten Lösungsanbieter, der durch die Übernahmen von Spectranetics und Volcano nicht nur sein Device-Segment verstärkt, sondern auch komplette und integrierte Versorgungslösungen aufbaut – inklusive der dazugehörigen Beratung für sowohl Herzzentren als auch kleinere Häuser.

Inwieweit unterscheidet sich die Beratung durch Philips von anderen Angeboten dieser Art?


Wir unterscheiden uns vor allem durch unseren umfassenden, langjährigen Partnerschaftsansatz. Unsere Beratung reicht von der optimalen Planung neuer Katheterlabore, der Erstellung von Machbarkeitsanalysen inklusive Finanzierungs- und Risk-Sharing-Modellen bis hin zu Baupartnerschaften mit Facility Management. Wir arbeiten hauptsächlich mit Ansätzen aus dem Design-Thinking. Unser internationales Design-Team bietet uns dabei die Möglichkeit, nicht nur die lokale Planung zu optimieren, sondern auch über weltweite Referenzen die innovativsten und besten Konzepte mit einfließen zu lassen. Das kann nicht zuletzt enorm positive Folgen für die Mitarbeiterzufriedenheit haben. Und natürlich lassen sich mit solchen Ansätzen sowohl die Effizienz steigern als auch das Patientenerlebnis und damit die Patientenzufriedenheit deutlich verbessern.

Wie kann man sich das konkret vorstellen, zum Beispiel in der interventionellen Versorgung?

Das ist ausgesprochen individuell. Ein konkretes Ergebnis einer Beratung könnte sein, dass wir eine Radialis-Lounge empfehlen. Hierbei wird ein radialer Zugang genutzt, der eine andere Gestaltung des periinterventionellen Patientenmanagements erlaubt. Die Patienten können von Angehörigen im Rollstuhl sitzend am Katheterlabor abgeholt und begleitet werden. Der Kontakt zwischen Patienten und ihren Angehörigen wird enger, was die Patientenzufriedenheit erhöht. Gleichzeitig reduzieren die Kliniken ihre Prozessaufwände und benötigen weniger Stellflächen für Patientenbetten.

Adressieren Sie auch Szenarien, die nicht unmittelbar das Katheterlabor betreffen?

Ja, zum Beispiel im Bereich Ambulanz. Dies ist für viele der erste Kontaktpunkt mit einer kardiovaskulären Abteilung. Gerade hier sollte deswegen für ein gutes Patientenerlebnis gesorgt werden. Oft gibt es zahlreiche spezialisierte Ambulanzen mit jeweils eigener Anmeldung, eigenem Wartebereich, eigener Umkleide. Das ist offensichtlich ineffizient. Wir haben mit mehreren Krankenhäusern neue Ambulanzkonzepte erarbeitet, bei denen Wartebereiche zusammengelegt werden und das Patientenmanagement durch IT-Lösungen für Raumplanung und Terminierung viel stärker gesteuert wird. Das spart Fläche, reduziert Wartezeiten und sorgt für zufriedenere Patienten.

Inwieweit unterschieden Sie zwischen großen Herzzentren und Häusern mit kleinen Kardiologien?

Wir beraten ganz gezielt im Hinblick auf die jeweiligen Bedürfnisse. Mit unseren CathLab-Managed Services richten wir uns schwerpunktmäßig an kleinere Kardiologien. Im Rahmen dieses Angebots kümmern wir uns nach Art des Projektmanagements umfassend und langfristig um Finanzierung, Technologie, Design und Architektur und auf Wunsch um das Management von Verbrauchsmaterialien. Wir bieten solchen Kunden auch Risk-Sharing-Modelle an, etwa wenn eine Einrichtung einen
weiteren Kathetermessplatz einrichten möchte und sich nicht sicher ist, wie stark sie ihn auslasten kann.

Wie sehen Ihre Ansätze bei großen Herzzentren aus?

Unser wichtigstes Angebot für große Kardiologien ist die langfristige strategische Partnerschaft. Wir gehen nicht in die Krankenhäuser rein, beraten kurz und sind dann wieder weg, sondern bieten an, über längere Zeiträume, zum Beispiel zehn Jahre, Prozessverantwortung zu übernehmen und uns daran messen zu lassen. Das ist auch im Kundeninteresse: Wenn bestimmte Prozesse nachhaltig verändert werden sollen, reichen ein bis zwei Jahre oft nicht aus. Als Unternehmen, das aus der Medizintechnik kommt, haben wir große Erfahrungen mit langfristigen Krankenhauskooperationen. Im Rahmen der strategischen Partnerschaften tragen wir dazu bei, dass die kardiovaskuläre Versorgung für ein Krankernhaus ein langfristiges Erfolgsmodell bleibt.

Mehr Informationen dazu, wie Philips Daten, Technologien und Menschen vernetzt, finden Sie unter philips.de/grenzenlos.

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