Syntellix AG

Syntellix ist die Verbindung aus Synthese und Intelligenz. Die Syntellix AG steht für Forschung, Entwicklung und Vertrieb von selbstauflösenden, bioabsorbierenden Implantaten auf Magnesiumbasis. Der Werkstoff MAGNEZIX® hat durch seinen enormen Innovationsgrad und seine einzigartigen Eigenschaften ein Disruptions-Potenzial im Bereich der Implantate im Weltmaßstab.

Der Werkstoff MAGNEZIX®

Hinter MAGNEZIX® verbirgt sich eine besondere Magnesiumlegierung als Grundlage bahnbrechender Implantate. Denn diese lösen sich kontinuierlich auf und verwandeln sich dabei in Knochengewebe.

Resorbierbare MAGNEZIX®-Implantate bestehen zu mehr als 90 Prozent aus dem Leichtmetall Magnesium. Der Vorteil im Einsatz dieses Werkstoffs für Implantate ist, dass sie stabil und verträglich sind. Zudem bauen sie sich ab und müssen nicht wieder entfernt werden. Magnesium aktiviert rund 300 Enzyme, die als Biokatalysatoren Stoffwechselprozesse beschleunigen. Es schützt zum Beispiel das Herz-Kreislauf-System, steuert die Funktion von Muskeln und Nerven und ist für den Aufbau und die Festigung von Knochen und Zähnen zuständig. Ohne Magnesium funktioniert im menschlichen Körper also nichts.

Besondere Eigenschaften von MAGNEZIX®

Die Legierung für MAGNEZIX® stammt aus dem Legierungssystem MgYREZr nach DIN EN 1753. Hergestellt werden die Implantate durch einen pulvermetallurgischen Prozess, der u.a. verschiedene Press- und Erhitzungsvorgänge (teilweise unter sehr hohem Druck) des Rohmaterials umfasst. Wegen dieser Herstellungsweise besitzt das fertige Implantat eine viel höhere Druck- und Zugfestigkeit als resorbierbare Polymer-Implantate, etwa PLA und PGA. MAGNEZIX® Implantate bieten Stabilität so wie ein vergleichbares Pendant aus Titan, sind zudem aber auch elastisch – sie kommen den biomechanischen Eigenschaften von menschlichen Knochen am nächsten.

Implantat, das von selbst verschwindet

Der Körper baut MAGNEZIX® schrittweise innerhalb von ca. einem Jahr bis anderthalb Jahren ab und wandelt es in körpereigenes Knochengewebe um. Polymer-Implantate auf Zucker- oder Milchsäurebasis benötigen dagegen zwei bis sogar sechs Jahre zur Resorption. Zudem ist der Verlauf der Selbstauflösung bei diesen unregelmäßiger und variiert individuell. MAGNEZIX® stabilisiert den heilenden Knochen so lange, bis er wieder alleine Last aufnehmen kann und ausreichend tragfähig ist. Ärzte müssen das Implantat auch nicht in einer zweiten Operation entfernen.

Der Abbau von MAGNEZIX® erfolgt über den Prozess der Korrosion. Unter der Einwirkung von Wasser wird das Magnesium allmählich und kontrolliert degradiert. Schrittweise wird es in Magnesiumhydroxid und dann in Calciumphosphat-Apatit überführt. Letzteres ist die Basis der mineralischen Knochensubstanz. Das Metall bleibt also nicht im Körper zurück. Für die Legierungsbestandteile sind keine Allergien bekannt – so sind die Implantate besonders gut verträglich. Sie enthalten zudem weder Nickel noch Aluminium.

Weitere positive Eigenschaften von MAGNEZIX®

  • Das Magnesium in MAGNEZIX® besitzt osteokonduktive Eigenschaften, regt also das Knochenwachstum an. Laborversuche haben ergeben, dass das Material die knochenaufbauenden Zellen – die Osteoblasten – nicht nur verstärkt aktiv werden lässt, sondern auch Wachstums- und Vermehrungsprozesse stimuliert. Histologische Aufnahmen haben gezeigt, dass sowohl das Implantat abgebaut als auch die Knochenneubildung an der Oberfläche des Implantats angeregt wird.
  • Beim Abbau des Implantats entsteht in der Umgebung ein basisches Milieu, das antibakteriell und infektionshemmend wirkt. Der pH-Wert beträgt bis zu 9,5. Keime können dort schlechter überleben und sich vermehren.
  • Auf radiologischen Bildern ist MAGNEZIX® gut sichtbar, was für die ärztliche Diagnostik ausschlaggebend ist. Es treten nahezu keine radiologischen Artefakte auf und die postoperative Bildgebung für Chirurgen und Radiologen verbessert sich dadurch deutlich.
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